Sonne, Spiel, Sonnenuntergang
Dank Wetterbericht fehlt die Sonnenbrille. Die wäre nun aber höchst sinnvoll: Pralle Sonne auf Balkon und Außenterrassen bis zum Sonnenuntergang. Und wildes Spiel mit Karten und im Casino.
Dank Wetterbericht fehlt die Sonnenbrille. Die wäre nun aber höchst sinnvoll: Pralle Sonne auf Balkon und Außenterrassen bis zum Sonnenuntergang. Und wildes Spiel mit Karten und im Casino.
Der Abreisetag ist wirklich nur Abreise. Und das schnell-schnell zur Schule. Aber das Fazit ist ausschließlich positiv.
Endlich wieder auf Kreuzfahrt. So ein Winter ist einfach zu lang. Heute einiges Neues: Ein neu erprobtes Eincheck-Verfahren, ein neues Terminal und neue Gefahren in der Schlange. Dabei kläre ich heute wichtige Kreuzfahrt-Fragen: Welches der wichtigste Platz auf dem Schiff ist und wieso manche die Fahrt mit Rückenschmerzen beginnen. Nebenbei planen wir einen eigenen Dorfplatz im Marktrestaurant und erleiden eine Rettungsübung in XXL.
Ein diesiger Seetag lädt nicht so sehr auf den Balkon, wohl aber zum Lesen und Spielen ein. Und zum Essen, das wird gekrönt mit einem fantastischen Steak. Also kurz: zum Erholen.
Schon vor dem Frühstück prüft England zum wiederholten Male meine Identität. Da die offensichtlich immer noch stimmt, sich der Unterschied zwischen kindlichem Höhenwachstum und erwachsenem Breitenwachstum auch noch klärt, können wir Southampton entdecken. Wirklich reizvoll ist diese wichtige Hafenstadt nicht, allenfalls Fußgängerzone und die gepflegten, wenn auch etwas rattigen Parks haben etwas. Und der Drink des Abends hat auch etwas, davon sogar viel.
Wir liegen richtig in Le Havre. Aber die Anschläge in Belgien machen das unwichtig. Darum Gedanken über die Mörder und Gedenken an die Opfer. Und ansonsten nur eine kurze Zusammenfassung dieses Tages.
Auf dem Weg nach Amsterdam statt Zeebrügge fahren wir erst in den Nebel und dann durch eine enge Schleuse in den Noordzeekanaal. In Amsterdam angekommen erleben wir dann eine Sternstunde mit einem fantastischen Menü und guter Offiziers-Unterhaltung.
Luftlinie sind es nur 2 Kilometer. Aber erst der Zickzack-Kurs offenbart die Schönheit Amsterdams. So gelangen wir durch viele Gassen und entlang der Grachten zum Ziel und inhalieren den Duft dieser jungen Stadt (womit nicht der Geruch aus den Coffeeshops gemeint ist). Wir beobachten den regierenden Radfahrer, ungeahnte Zuckermengen und die beste Show.
Am letzten Tag heißt es, langsam den Urlaub ausklingen zu lassen. Dazu ein letztes Mal Reisebericht schreiben, lesen, spielen. Die Loopyballs fallen wegen des scharfen Winds aus, Magenspiegelung und Kids-Show finden dagegen Gefallen.
Der Hafen ist noch vollkommen still, als wir an den Kai drehen. Leider steht darauf das Verlassen auf dem Programm. Dafür ist das Wetter nur für uns da.
Beim Scan falle ich durch und kann gerade so vermeiden, dass ich unter Sicherheitsbeamten begraben werde. Dabei war ich sicher, weder Fußfessel noch Waffe mitgeschleppt zu haben. Der Flug ist fast ereignislos, lautstark und serviceärmer. Dadurch geht es dem Magen umgekehrt proportional. Als der Flieger beim zweiten Landeversuch erneut durchstartet, meldet sich die natürliche Höhenskepsis. Und dann haben auch noch alle Restaurants geschlossen.
Möchte man sich die „Schönheit“ einer Reisekrankheit vorstellen, wenn jemand eine durchsichtige Tüte benutzt? In unserem kleinen Bericht ist uns aber natürlich nichts Menschliches fremd. Genauso wenig wie Sonne, Brandung und Lachs. Oder schlafende Kellner. Oder Lachs vorwärts wie rückwärts.
Eine sonst auch schon schöne Stadt hat am Hafen aufgerüstet. Über die Jahre haben wir den Baufortschritt beobachtet und manchmal auch erlitten, nun genießen wir trotz Schauern die neue Promenade.
Seetag bedeutet Tag auf dem Meer. Und Nichtstun außer pralle Sonne, Meeresrauschen und klare Luft zu genießen. Und ein tolles Steak.
Lanzarote ist mit Sicherheit eine faszinierende Insel. Über Schönheit lässt sich streiten. Einen tollen Tag haben wir hier aber allemal!