Noch einmal richtig Meer und Ruhe
Ein Seetag am letzten Tag bedeutet noch einmal richtig ausruhen. Und wenn dann noch Meer, Sonne und Spiele stimmen, ist alles gut.
Ein Seetag am letzten Tag bedeutet noch einmal richtig ausruhen. Und wenn dann noch Meer, Sonne und Spiele stimmen, ist alles gut.
Die letzten Stunden an Bord machen wir uns noch einmal so angenehm wie möglich. Dabei fehlen Toiletten, es wird bayerischer und nochmal lecker. Der Regen im Bus ist ein Vorgeschmack auf die Heimat und im Flughafen sind unvorstellbare Schlangen, nur nicht für uns.
Wir alle 8 finden richtig hierher. Von der Größe des Schiffs sind wir schlicht erschlagen. Der Check-In verläuft über die Überholspur und dann stehen wir etwas hilflos mitten auf einer Plaza. Aber dann finden wir die Kabinen und - was wichtiger ist - die Restaurants. Ein verlorener Koffer findet sich auch an, genauso ein Plätzchen zum Auslaufen. Und auch beim Fußball findet alles seinen richtigen Platz, auch wenn die Italiener das anders sehen.
Nach und nach schaffen wir es, uns zu orientieren. Das exklusive Frühstück ist weniger exklusiv als bisher, die exklusive Lounge bleibt uns zunächst verschlossen. Der Balkon ist viel größer, aber das Meer weiter weg. Ganz neu ist eine Plaza. Und endlich kläre ich, warum das Restaurant mein Lieblingsplatz ist: Es ist nicht das Essen, es sind die Mitmenschen.
Beeindruckt von einem Rollator-Wunder interessiert uns heute Southampton weniger, dafür das Schiff. Fast 2 Stunden Fotorundgang liefern allerlei Beweisfotos. Und uns die Zeit, heute über das neue Kabinen-Konzept nachzudenken. Alles ist größer, Lanai kommt dabei im Sommer aber nicht so gut weg. Abends ist es dann egal, ob wir bei „Phase 10“ oder „Wer wird Millionär“ verlieren.
Diesmal schaffen wir es wirklich, durch Le Havre zu gehen. Diese Betonstadt verbirgt im Inneren viel mehr Wasser und Grün, als es von außen aussieht. Lange Schlangen am Buffet führen dazu, dass ich heute einmal das Konzept der alten und neuen Restaurants erläutere.
Der Strand ist toll. Aber auf dem Rückweg verstehen wir wieder, warum wir beim letzten Mal lieber den anderen genommen haben. Das bringt zwar jede Menge Adrenalin, aber uns und den Plan völlig durcheinander. Immerhin sind wir noch an Bord, aber die Show können wir nicht mehr sehen. Zumindest aber das veränderte Entertainment beleuchten.
Rotterdam kennen wir noch nicht und entscheiden uns deshalb für einen Rundgang zu Fuß. Absolut die richtige Entscheidung und die Stadt gefällt uns sehr gut. Da wir über das Fußballspiel lieber den Mantel des Schweigens decken (auch wenn der Zuschauer-Wahnsinn droht), erkläre ich den neuen Beach Club.
Das Auslaufen aus Rotterdam ist ebenfalls spannend. Nach einer erstmaligen Runde Bingo geht es heute ausführlich ins Four Elements und dabei hoch hinaus, wenn natürlich auch nicht für alle. Beim Waschen ist Panik vorprogrammiert!
Auch dieser Urlaub geht unweigerlich zu Ende. Sehr Schade. So haben wir aber Zeit, um ein gemischtes Fazit zu ziehen.
Endlich, wenigstens eine kurze Tour: Parken mit Kreuzfahrertarif, verlängerte Rettungsübung, mehr LNG und Freunde, mit denen wir das Buffet leerräumen. Mehrfach.
Heute besetzen wir den Platz des Kapitäns. Beim Essen. Während der Kreislauf eine von uns in die Knie zwingt, spielen und essen wir. Und haben eine für uns exklusive und fantastische Show gleich zweimal. Umrahmt vom Essen.
Chaos in der Zeit. Wie spät ist es jetzt wirklich? Zumindest anders als wir denken. Dass die Armbanduhr letztlich doch kein GPS hat, führt zu einer tiefgelben Karte für AIDA. Dafür bringt der Tag dann strahlende Sonne und einen genauso strahlenden Blick auf Kreidefelsen und Castle.
Dank Wetterbericht fehlt die Sonnenbrille. Die wäre nun aber höchst sinnvoll: Pralle Sonne auf Balkon und Außenterrassen bis zum Sonnenuntergang. Und wildes Spiel mit Karten und im Casino.
Der Abreisetag ist wirklich nur Abreise. Und das schnell-schnell zur Schule. Aber das Fazit ist ausschließlich positiv.