Altstadt und Wachablösung am Schloss
Auch Stockholm gefällt uns richtig gut: Wir nehmen den Shuttle und erkunden die Altstadt auf eigene Faust. Und stehen Spalier bei der Wachablösung. Dabei betone ich, dass ich Pferd meine, wenn ich Pferd sage.
Auch Stockholm gefällt uns richtig gut: Wir nehmen den Shuttle und erkunden die Altstadt auf eigene Faust. Und stehen Spalier bei der Wachablösung. Dabei betone ich, dass ich Pferd meine, wenn ich Pferd sage.
Helsinki hat alles, was jede andere Hauptstadt auch hat: Neue Vorstädte, ein Zentrum mit Hafen, Markt und Flaniermeile, eine Kathedrale und eine Felsenkirche. Aber alles viel kleiner, kompakter, schöner und jünger. Daneben verfolgen mich heute Amerikaner vom Hop-On-Hop-Off-Bus bis ins Marktrestaurant.
Prächtige Paläste und gewaltige Kirchen sowie überfüllte Straßen sind typisch für St. Petersburg. Sonnenschein und pünktliche Ankunft nicht. Aber das alles erleben wir mit einem kräftigen Fußmarsch und ausführlicher Bootsfahrt. Es ist heiß, voll, wir sind im Terminstress und unglaublich beeindruckt.
Auch am 2. Tag bewundern wir die Schönheit von St. Petersburg. Zuerst die Isaakskathedrale von innen und dann mit einer Flussfahrt auf der Newa mit Blick auf Sommer- und Winterpalais von außen. Die Ausfahrt aus der Kronstadt-Passage zeigt aber auch die andere, nicht schöne Seite.
Verwinkelte Gassen, wunderschöne Hinterhöfe, mittelalterliche Kaufmannshäuser, alte Kirchen, Rathaus und Apotheke, Stadtmauer, Unter- und Oberstadt mit zwei Beinen verbunden, das alles ist Tallinn. Und das erkunden wir zu Fuß, bis wir nicht mehr können. Nebenbei feiern wir einen schönen Geburtstag mit einem tollen Steak und freuen uns, dass AIDA uns nicht die Koffer vor die Tür stellt.
Viel zu schnell kommt der letzte Tag und der einzige Seetag dieser Reise. Den genießen wir noch einmal auf dem Balkon, soweit es die pralle Sonne zulässt. Zeit, um einen Blick auf die vergangene Reise zu werfen. Und viele Stunden Zeit, sich 8 wundervolle Gänge auf der Zunge zergehen zu lassen.
Kabine kontrollieren, ausführlich essen, den auffällig guten Mitarbeitern danken, Koffer einsammeln und Parkplatz-Shuttle nehmen, das sind die Aufgaben des letzten Tages. Und natürlich das Fazit.
Endlich geht es wieder auf Kreuzfahrt. Diesmal holprig: Nicht nur wegen der Luftlöcher, sondern auch wegen des nicht nur abgemagerten, sondern verhungerten AIDA-Anreisepakets. Darum stört mich diesmal erstaunlicher Weise nicht das Fliegen, sondern der Bus. Verhungert sind wir dann abends auch, bis wir den Fehler aller Verhungernden machen: Zu schnell den ausgezehrten Körper mit Nahrung überfordern.
Direkt aus Stress in die Ruhe, da kämpfen Körper und Geist noch darum, entspannen zu können. Diesen Kampf führen wir beim Verwöhn-Frühstück, auf dem sonnigen Balkon, beim Spiele-Marathon und einem tollen Stück Fleisch. Und machen uns angesichts vieler beobachteter Einsparungen Sorgen um AIDA.
Nach unruhiger Nacht ist nun die richtige Urlaubsentspannung angekommen und wir genießen die Sonne, das Meer, das Lesen und Dösen. Dabei macht der richtige Lichtschutzfaktor den Unterschied, keiner fällt in Ohnmacht und wir fühlen uns wie neu geboren. Satt Fußball gibt es Comedian und Spiel, was aber das gleiche Ergebnis hat. Und AIDA klärt meine Show-Fragen.
Die schwüle Hitze spricht gegen Rom und der Wind gegen Kartenspiele draußen. Dafür verweigern wir jeden Stress, lassen uns von Schafskäsewürfeln verführen und beobachten geschenkverpackte Autos. Und prüfen, ob die beste Ehefrau von allen auch die beste Mutter der Welt ist. Und dann gibt es noch gebremsten Schaum und ein vergessenes Spiel.
Spontan entscheiden wir uns, unsere vergangenen Besuche in Pompeji und Herculaneum mit dem Besuch des Archäologischen Museums abzurunden. Eine brillante Idee, denn genauso gefällt uns das. Nun wird der Alltag in den Ruinen, die wir gesehen haben, richtig lebendig. Im Gegensatz zu der Zicke davor.
Wir erleben tatsächlich die frühe Einfahrt in die Meerenge von Messina mit. Die Stadt selbst ist dann eher nichtssagend und wir machen so nur einen eher kurzen Spaziergang zum Dom. Es gibt eine deutliche Diebstahlwarnung, das einzige Vergehen erleben wir dann aber beim Spiel. Und das Show-Sterben nimmt langsam bedrohliche Ausmaße an, weshalb Greenpeace eingeschaltet werden muss.
Valletta ist prächtig mit den schönen alten Palästen, Festungsmauern und Forts. Der Aufenthalt hier ist viel zu kurz, aber bei 35°C sind auch keine langen Märsche möglich. So genießen wir den An- und Ausblick in der Stadt und beim Auslaufen und geben ungefragte Kommentare zu Küchenlärm (mit Relation natürlich), Gluten und Foto-Motiven.
Palermo vernachlässigen wir heute, womit wir es der Politik gleich tun. Wir betrachten den Verfall lieber von außen, stapeln uns nicht mit den Palermitanern am Strand und genießen stattdessen den Waschsalon, das Spielen und einen Likör mit Umdrehungen. Zudem lerne ich durch Beobachtung die Geheimnisse der Fährenbeladung und lausche Anti-Mainstream-Songs.