12 Stunden Rückreise
Die Nacht war kurz, der Tag wird dafür umso länger: 12 Stunden brauchen wir mit Flugzeug, Bahn und Auto bis nach Hause. Komische Menschen gibt es überall und dann wird es Zeit für das Fazit der Reise.
Die Nacht war kurz, der Tag wird dafür umso länger: 12 Stunden brauchen wir mit Flugzeug, Bahn und Auto bis nach Hause. Komische Menschen gibt es überall und dann wird es Zeit für das Fazit der Reise.
Fast zwei Jahre sind alle Kreuzfahrten für uns ausgefallen. Nun geht es wieder los - mit völlig neuem Sicherheits-Konzept. Das fällt besonders beim Check-In auf, wo wir uns von Station zu Station vorarbeiten. Aber auch in den Restaurants, in denen es zu unserer Freude erstmals auf dieser Reise wieder Buffet gibt. Und dann beginnt nach viel Anspannung unsere erste Kreuzfahrt unter Corona-Bedingungen.
Heute haben wir unser ganz persönliches Jubiläum, unbemerkt von AIDA, die trotzdem einen Champagner springen lassen. Bemerken tun wir dagegen die neuen Buffet-Regeln, dies ist die erste Reise mit wieder gestartetem Buffet. Gut gedacht gibt es bei der Sicherheit Luft nach oben. Aber natürlich beginnen wir woanders: Mit einem tollen Frühstück.
Heute lernen wir etwas über cleane und dirty Kellner und genießen das nicht nur beim Frühstück, sondern auch bei einem fantastischen Steak im Buffalo. Der Rest des Tages gehört dem Meer mit allerlei Schiffen, den Spielen und einem Comedian.
Gotland sehen wir heute nur von der Seite, da noch immer keine individuellen Ausflüge erlaubt sind. Dafür spielen wir zum ersten Mal auf all unseren Reisen das traditionellste aller Schiffssportarten. Das macht unheimlich Spaß, auch wenn unser Jüngster erstmal pausieren muss, während wir dankbar sind, dass Papierkörbe nicht aus Papier sind. Den Abschluss bildet ein fantastisches 6-Gang-Menü im Rossini. Und Zeit, um Masken und Abstände auf AIDA zu beleuchten, bleibt auch noch.
Das Highlight der Reise ist die morgendliche Fahrt durch die Stockholmer Schären, die wir ausführlich genießen. Mangels Ausflug sehen wir die Altstadt nur aus der Ferne und der Balkon ist weiter unser bester Freund, neben Stoffeln beim Shuffleboard und halben Brauhaus-Enten.
Unser einziger Ausflug auf dieser Reise gefällt uns besonders gut: Es geht mit dem Boot durch Stockholm. Somit haben wir vom Wasser aus noch einmal eine ganz andere Sicht auf diese schöne Stadt. Zu Abschluss versammeln wir uns dann, um gemeinsam noch einmal die Fahrt durch die wunderschönen Schären zu genießen.
Am letzten Seetag geht es noch einmal um Spielen. Im Theatrium und ausnahmsweise im Casino. Mit unerwartetem Gewinn. Und es ist Zeit, die Kabine vorzustellen, die Veranda macht den Unterschied.
Nach fast zwei Jahren wieder fahren zu können, erscheint uns nun am Ende schon wie ein ferner Traum. Und nun bleibt nur noch das Verlassen des Schiffs und ein positives Fazit zu ziehen.
Alle Kreuzfahrten für dieses Jahr wurden wegen Corona abgesagt. Nun muss schnell eine Alternative her. Kann ein Wohnmobil auch ohne Buffalo Steak House und Theatrium so eine Alternative sein? Das werden wir in diesem Urlaub herausfinden und lernen als absolute Neulinge von der ersten Minute an vieles über schwere Wohnmobile, Dänemark in Corona-Zeit und cooles Grüßen.
Ein klemmendes Hubbett sorgt dafür, dass alle Planung über den Haufen geworfen wird und wir im Stau stehen. Auch den schönen Strandparkplatz in Sankt Peter-Ording finden wir erst nicht, dann aber richtig gut. Unser Stellplatz für die Nacht ist dann kurz vor der dänischen Grenze.
Die Fahrt über die Grenze ist erstaunlich unproblematisch, das Einnehmen unseres Stellplatzes auf dem allerersten Campingplatz unserer Urlaubs-Geschichte ebenfalls.
Nein, das war nicht zu erwarten und der Wetterbericht hat etwas ganz anderes gesagt: Nach ein paar dicken Wolken früh am Morgen bringt der Tag durchgehend Sonnenschein. Und das genießen wir am Strand unter perfekten Bedingungen mit Muschel und Erfahrung. Und verzweifeln abends fast noch einmal am Hubbett.
Noch einmal herrliche Sonne im Windschutz, schöne Wellen in der Nordsee. Und der Vergleich mit der Karibik.
Nächtliches Geklapper und entwischte Bücher stellen eine echte Herausforderung dar. Die erste komplette Entsorgung dagegen nicht. Dann machen wir uns auf den Weg nach Hvide Sande, wo wir in der Natur landen und es an Lehm mangelt.