Ein sehr ruhiger Land-Seetag
Landtag oder Seetag, das ist die Frage, die wir eindeutig beantworten. Ansonsten ein herrlich ruhiger, am Schluss sonniger Tag, an dem jeder eine Freude hat, sei es mit Crêpes, Waschsalon oder Spiel.
Landtag oder Seetag, das ist die Frage, die wir eindeutig beantworten. Ansonsten ein herrlich ruhiger, am Schluss sonniger Tag, an dem jeder eine Freude hat, sei es mit Crêpes, Waschsalon oder Spiel.
Heute erfüllt sich ein langer Traum: Wir haben schon oft gehört, wie schön die Lofoten sind und wollten uns die schon lange einmal ansehen. Bei unseren letzten Norwegen-Reisen waren die nie dabei, in Zukunft wird es nicht mehr ohne gehen. Und fast scheitert das heute noch alles. Selbstverschuldete Mietwagenkomplikationen sorgen beinahe dafür, dass wir diese unglaubliche Natur verpassen.
Mit dem dritten Mietwagen geht es zu zwei weltmeisterlichen Zielen: Die weltweit größte Population an Weißschwanz-Seeadlern (die wir nicht sehen) und zum größten Gezeitenstrom der Welt (den wir im zweiten Anlauf sehen). Beides ist beeindruckend und lohnt sich zusammen mit der beeindruckenden Natur rundum.
Seetag bedeutet vor allem Ruhe, Nichtstun, Spielen und natürlich Essen. Unseren Essenablauf erläutere ich heute einmal, beobachte Menschen aus dem Weltkrieg, die nicht-extrovertiert mit dem Po verdrängen und entkomme einem Senioren-Tsunami vor Catan.
Welch ein Fjord: Senkrechte Felswände direkt vor unserem Balkon. Wasserfälle, die in die Tiefe stürzen oder tiefe Rinnen graben. Unser Schiff ist winzig im Vergleich zu der gewaltigen Natur um uns. In Geiranger liegt dann unser Schwesterschiff neben uns, während einige der Sieben Schwestern noch zu Tisch sind und wir gefühlte 120.000 Stufen meistern.
Wir ändern unsere Pläne spontan und werden belohnt mit einer wirklich schönen Stadt auch außerhalb der Touristengebiete. Dazu lohnt sich der Fußweg um den Hafen zum Berger Aquarium. Hier gefällt uns besonders die einheimische Tierwelt unter Wasser, die teils sehr gut präsentiert wird.
Auch der letzte Seetag ist herrlich sonnig auf dem Balkon. Das gibt mir Zeit, mal zu erläutern, wo wir heute eigentlich unterwegs sind und was die Begriffe Kattegat, Skagerrak und Öresund bedeuten. Und da das Bord-Programm wieder etwas dünn ist, haben wir Zeit für Piraten-Spiele und Insel-Besiedelung.
Ein Regenschauer nach dem anderen. Die ganze Zeit war schönes Wetter, aber hier erwischt es uns, was uns in unserer Dänemark-Vergangenheit schwelgen lässt. Kulturzentrum, Einkaufsstraße und Taschenladen helfen bei weiteren Schauern, Fluss und Restaurants sind sehr schön.
Von Bord geht alles schnell und reibungslos. Nur vor dem Elbtunnel bremst uns ein Stau. Ansonsten ist das Fazit durchgehend positiv.
Denn wach müssen wir sein: Um die Zeit mit allen Kindern zu genießen und das neue Schiff zu entdecken. Unser erster Eindruck: Riesig. Erhebliche Orientierungsschwierigkeiten. Und spannend.
Das Frühstück in jedem French Kiss der Flotte war eine Katastrophe. Hier nicht. Alles da, selbst ein alter Bekannter. Und wir testen das neue Fisch-Restaurant Ocean’s. Super! Dann habe ich noch etwas Zeit, Kabinen und Papierlosigkeit zu erläutern, bevor wir ewige Zweite beim Spielen werden. Nachdem wir überhaupt Platz finden.
Dieser Teil der ligurischen Küste mit steilen Felsen und malerischen Dörfern ist ein Traum. Den wir uns von der Fähre aus ansehen. Dabei macht raue See ein Anlegen nur selten und gefährlich möglich. Aber dann geht Baden doch noch. Und schoppen, was mich zum Shop-Konzept der AIDAnova bringt.
Erst einmal hält uns plötzlicher Regen an Bord. Aber dann kämpfen wir uns durch die Schwüle zum Sand(naja)-Strand. Das Wasser ist klasse, und trotz Einschränkungen durch missverständliche rote Flaggen und Shops genießen wir die Sonne. Eine schöne Tanz-Show bringt mich zum Entertainment-Vergleich.
An einem Seetag ist es auf dem Balkon am schönsten. Was Zeit gibt zum Genießen des Meeres genau unter uns. Und zum ausführlichen Bericht über neue und alte Restaurants und Bars. Und natürlich etwas AIDA-Bashing, denn die operativen Gründe gehen uns auf die Nerven. Dafür gibt es aber wieder eine richtige Show. Wie in alten Zeiten.
Auf den Mystery-Room und das Weltretten als ganze Familie haben wir uns lange gefreut. Es macht richtig Spaß und wir retten die Welt mal eben in Rekordzeit fast ohne Tipps. Marseille interessiert uns dagegen aus diversen Gründen gar nicht, wohl aber die Aktivitäten an Bord, Ruhe auf dem Balkon und ein reines Burger-Restaurant.