Abreise ist vor allem Warten
Ein letzter Tag bleibt ein letzter Tag und lässt sich nicht schönreden. Warten in der AIDA Bar, in der Check-In-Schlange und am Gate bestimmen den Tag. Wir kommen aber gut nach Hause und das Fazit ist positiv.
Ein letzter Tag bleibt ein letzter Tag und lässt sich nicht schönreden. Warten in der AIDA Bar, in der Check-In-Schlange und am Gate bestimmen den Tag. Wir kommen aber gut nach Hause und das Fazit ist positiv.
Ob ich die AIDA-Auslaufmelodie hasse oder liebe, liegt wohl an der Tageszeit. Radikale Verbrecher machen uns etwas Sorgen, aber Hamburg ist wieder friedlich. Zum Glück haben wir Mitreisende, die uns kopfschüttelnd unterhalten, allerdings fehlt der Applaus nach der Krebsvorsorge. Und dann sind wir wieder an Bord und es beginnt Urlaub! Und ich lüfte das Geheimnis, wo wir zu finden sind.
Ein Wahnsinnsbalkon, brennende Sonne, gegen die wir uns nicht wehren können und die Gedanken, wie bei in Zahlung gegebener Kinderstube trotzdem der Lärmpegel reduziert werden kann, bestimmen den Tag. Klar ist: Helene Fischer ist keine Lösung. Ein Knochenkönig auch nicht. Aber eine Entschuldigungs-Praline wär’s gewesen. Und dann spielt das Buffet all seine Vorzüge aus.
Nach dem wechselhaften Wetter in Deutschland genießen wir nun die pralle Sonne am Strand und im Meer, bis wir von Dörrobst nicht mehr zu unterscheiden sind. Gerettet durch Milchshake zeigen wir uns beeindruckt von den Tänzern und unbeeindruckt als Rabeneltern.
Nicht noch mal Rom bei der schwülen Hitze. Wir assimilieren uns lieber an die Römer und genießen das Meer. Vom Balkon aus mit Spielen, Lesen und Weiße-Nougat-Eis-Zitronenhähnchen unter Vermeidung von millionentausendkilometerlangen Märschen.
Salerno kennen wir noch gar nicht, es ist auch keine typische Kreuzfahrer-Stadt, hat aber eine nette Altstadt mit kleinen Gassen, einer schönen Promenade und sehenswerter Kathedrale. Das erkunden wir heute zu Fuß und befinden die Stadt für erwandernswert. Fehlende AIDA-Shows gehen aber nicht und abgeluxxt geht es wieder an den Skull King.
Der Morgen beginnt mit Wackeln und Doppelbildern. Nach bangen Minuten stellt sich erfreulich heraus, dass wir weder krank noch verkatert sind. Erfreulich auch, dass uns die Tsunami-Mafia-Historie nicht einholt. So genießen wir einen schönen Strand, einen freundlichen Busfahrer und diskutieren rote Fahnen.
Die Altstadt voller Paläste, Kirchen und Festungen gefällt uns richtig gut, sie erinnert uns an Rhodos und ist einen viel längeren Besuch wert. Schon das Einlaufen in den Hafen ist ein Traum, den wir reziprok erleben.
Sizilien leidet unter Trockenheit. Außer heute Vormittag. Natürlich. Das gibt sich zwar im Laufe des Tages, aber da sind wir schon im Freispiel-Fieber bis spät abends. Und genießen eine sensationelle Show!
Nun trauen wir uns doch einmal, mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Strand zu fahren. Und der Poetto ist wirklich schön, so dass wir den Tag hier genießen. Und ich lerne, dass meine Reiseberichte zu lang sind, es geht auch mit 2 Worten.
Den Vormittag bestimmt wieder ein herrlicher Tag auf dem Meer auf dem Balkon auf dem Schiff. Umsonst haben wir dabei Luzie, Heultöne und Durchsagen. Aber dann wird es aktiver mit Spiele-Marathon und exzellentem Fleisch. Und wir sammeln Wasser und machen Umzugspläne.
Auf Ibiza ist es heute bewölkt, diesig und unglaublich schwül. Der Strand ist ok, aber wie kommt es eigentlich, dass die Zeit dort so entsetzlich schnell verfliegt? Manche Zeitgenossen sind etwas anschmiegsam, dafür könnte AIDA Dank uns eine eigene Insel haben.
Bei weiter schwülheißem Wetter wollen wir uns doch wenigstens einmal die Altstadt von Palma de Mallorca ansehen. Zwischen Umzugs- und Bus-Chaos schaffen wir das auch. Und finden die Altstadt sehr schön, noch mehr aber den schattigen Park. Zum Tagesausklang entdecken wir vermehrt Erstfahrer und Uroma-Klamotten.
Die neue Kabine ist erfreulicher Weise nicht so laut wie letztes Jahr, statt Geschirrspüler-Knallen nur Plätschern. Dafür steht das Bild auf dem Kopf. Ansonsten ein typischer Seetag: Sonne, noch mehr Sonne, Meer und Spiele-Marathon.
Der fünfte Strand dieser Reise ist zugleich der schönste. Und da wir diesen schon einmal verpasst haben, was dem geneigten Leser nicht passieren sollte, hier eine detaillierte Beschreibung. Samt aller Bus-Verwirrungen. Der Lohn ist glasklares Wasser und weicher, weißer Sand.