Südafrika mit La Réunion & Mauritius 2 mit der AIDAstella, Maputo / Mosambik 11.02.26
Sicherheit ist weiter das Thema. Und so suchen wir auf unserem Spaziergang durch die Stadt immer den Pulk, den wir verlieren. Allein unter Fremden passiert aber nichts und so finden wir die Sehenswürdigkeiten, die alle nah zusammen vor dem Schiff liegen. Besonders interessant der schöne Bahnhof, das Eisenhaus und der Botanische Garten.
Bilder folgen hier in Kürze
Südafrika mit La Réunion & Mauritius
AIDAstella 2026
Der erste Weg geht heute nicht zum Frühstück, sondern in den Waschsalon. Die Hälfte der Fahrt ist um, und da wird es Zeit. Natürlich nehmen wir immer für 10 Tage Wäsche mit, aber der geneigte Leser kennt das ja, dass wir gerne einen Puffer nach hinten haben.
Jetzt um 8 Uhr sind tatsächlich noch ein paar Maschinen frei. Es stellt sich heraus, dass heute wieder Freispiel ist. Irgendetwas ist kaputt und deshalb reicht die Auswahl der Maschine ohne Einlesen der Karte.
Die Zeit passt genau, nach dem Frühstück können wir die Maschinen in die Trockner umladen. Auch hier ist kostenfrei. Allerdings sind wir nicht sicher, ob alles seine Richtigkeit hat, der Trockner Nummer 5 macht einen Lärm wie ein startender A800.
Ego im Waschsalon
20 Minuten später wissen wir das: Es hat super geklappt, alles ist trocken. 3 Teile müssen wir bügeln und das gibt uns die Gelegenheit für ein seltenes Schauspiel: Auftritt des fragilen Ego.
Dieses Ego gehört einem Mann, der hier schon mit seinem Wäschesack wartet. Einer anderen Dame gibt er Auskunft, wie sie die Maschinen nutzen soll, leider ist er stärker als ich, meine Proteste verhallen ungehört, die Dame zahlt unnötig Waschkosten.
Aber dann geht es los: Eine Waschmaschine wird fertig. Da beginnt er laut zu schimpfen, wie typisch es ist, dass keiner da ist, wenn deren Maschine fertig ist. Ich weiß nicht, ob er erwartet, dass die Leute neben ihrer Maschine warten, jedenfalls kommen die Besitzer 5 Minuten später. In diesen 5 Minuten hat er aber schon die Waschmaschine ausgeräumt und seine Wäsche eingefüllt. Kann man machen, ist hier auch nicht unüblich, nur dass er die fremde Wäsche einfach vor die Maschine auf den dreckigen Boden wirft. Auch hier verhallen meine Proteste ungehört, als ich anrege, die Wäsche wenigstens auf einem der freien Bügelbretter zu stapeln.
Die Eigentümer, die ihm noch die Klinke in die Hand geben, haben darauf dann eine Menge unschöner Bezeichnungen für ihn. Zu Recht.
In der Bucht von Maputo
In der Zwischenzeit unser Frühstück. Wir genießen nochmal den Unterschied zu gestern: Ruhe. In den Buffet-Restaurants fühlen wir uns dann doch gedrängt, wenn andere umherlaufen, um einen freien Tisch zu finden. Das ist hier nicht so. Es wird zwar wieder voll, aber es gibt immer noch irgendwo einen freien Tisch.
Bereits ab kurz nach 10 Uhr fahren wir in die Bucht von Maputo ein. Deutlich später, als ursprünglich geplant. Wir wurden schon vor ein paar Tagen informiert, dass wir aufgrund einer heftigen Gegenströmung länger für den Weg nach Mosambik benötigen. Eigentlich wollten wir bereits um 10 Uhr fest am Kai liegen.
Überall am Rand sehen wir beige Strände, dass sieht hübsch aus. Wir fahren auf eine riesige Hängebrücke zu, ein Geschenk der Chinesen an Mosambik, natürlich völlig uneigennützig, wie überall in Afrika.
Im Hafen machen wir an einem Kai fest, an dem zunächst einmal ein Gebäude steht, deren Außenwände noch stehen, das Dach ist weg und drinnen ein einziger Müllhaufen. Das passt zu dem, was ich gleich erzähle.
Die erste Zeit verbringen wir noch auf dem Balkon, zum einen, um das Einlaufen anzusehen, zum anderen, um das Treiben am Pier zu beobachten.
Inzwischen ist eine Folklore-Gruppe in Stellung gegangen, die bei der jetzt schon wahnsinnigen Hitze kraftvolle Tänze aufführt. Beeindruckend, wir können nur schlaff auf den Liegen rumhängen.
Im Maputo hat AIDA kaum Ausflüge angeboten. Hauptsächlich eine Stadtführung zu Fuß. Kosten über 100 €, völlig überteuert angesichts der niedrigen Kosten hier vor Ort.
Ein Ausflug ist aber auch gar nicht nötig, denn wir liegen genau an der Innenstadt. Einfacher kann es kaum sein.
Sicherheitsregeln in Maputo
Außer beim Thema Kriminalität, ich hatte es ja schon in Südafrika ausführlich erläutert.
Obwohl Mosambikaner ein sehr freundliches Volk sind, gibt es in keinem Hafen bisher so starke Warnungen wie hier. Anders als bisher ist am Schiffsausgang noch mal ein Aushang mit den wichtigsten Sicherheitsregeln.
Dazu gehört: wachsam sein, keine Wertsachen mitnehmen, Kamera und Bordkarten sicher in Taschen verstauen, nicht allein oder zu zweit irgendwo rumrennen, sondern möglichst in Gruppen.
Der Hintergrund ist, dass wir hier in Mosambik in einem der ärmsten Länder der Welt sind. 500 Jahre Kolonialismus und danach der Versuch, einen kommunistischen Staat aufzubauen, haben. ihre Spuren hinterlassen. Letzteres vor allen Dingen Plattenbau. Und alles in allem Armut.
Das müsste nicht sein, denn Mosambik ist reich an Natur, hat wunderschöne Strände, ein grünes Hinterland. Ist aber bisher touristisch so gut wie gar nicht erschlossen.
Auch für AIDA ist es heute erst das zweite Mal überhaupt, Mosambik anzulaufen.
Deshalb gibt es hier auch keine komfortablen Reisebusse, wie in der letzten Woche in Südafrika. Und auch keine Reiseführer. Reiseführer wird hier, wer meint, dass er das kann.
Der Lektor empfiehlt noch einmal, kleinere 5 Euro- oder Dollar-Scheine in der Tasche zu haben, um bei einem Überfall schnell etwas geben zu können oder, was gar nicht selten vorkommt, das einem Polizisten in die Hand zu drücken, der sich sonst in den Weg stellt. Korruption ist hier sehr verbreitet.
Dazu passt übrigens, dass Mosambik genau gegenüber von Madagaskar liegt, ein Land, in dem wir genauso die Armut gesehen haben.
Diese Fülle von Informationen bereitet uns nun also auf den Spaziergang vor. Wir sind motiviert
Schutz vor Sonne und Malaria
Natürlich machen wir das alles so, Scheine in die Tasche, Handy in die Tasche, Schmuck ab.
Falls der geneigte Leser nachher mit den Bildern nicht so glücklich ist wie sonst, die Divise heißt: Handy raus, schnell ein Bild, Handy einpacken.
Zu der Ausflugsvorbereitung gehört weiterhin der sorgfältige Sonnenschutz. Wir haben es sicherheitshalber noch einmal nachgelesen: erst Sonnenschutz, dann eine halbe Stunde warten, dann Mückenspray.
Denn das ist hier zwingend erforderlich. Ich hatte es gestern schon erläutert: wir sind hier in einem Malaria-Gebiet. Auf eine Malaria-Prophylaxe haben wir verzichtet, da wir nur zwei Tage im Malaria-Gebiet sind, und das jeweils auch nur ein paar Stunden. Umso wichtiger ist ein konsequenter Schutz vor Mückenstichen. Und den tragen wir jetzt auf.
Bevor ich es vergesse: AIDA bittet darum, dass wir heute mit Einbruch der Dämmerung alle Türen geschlossen halten, einschließlich Balkontüren. Auch wird das Schiff im Außenbereich verdunkelt. Hintergrund ist, keine dämmerungsaktiven Insekten anzulocken, die sich sonst vom Licht angezogen fühlen. Das bezieht AIDA auf große Käfer, aber ein wichtiger Punkt ist hier auch die Anopheles-Mücke, die Malaria überträgt.
Verdunkelung wegen Käfern hatten wir tatsächlich in der Gegend schon mal, und zwar vor 2,5 Jahren auf Mauritius, wo wir keine Käfer nach La Réunion verschleppen sollten. Zufällig ist das unser nächstes Ziel.
Unauffällige Suche nach dem Pulk
Gegen 12 Uhr wird das Schiff freigegeben. Sofort strömen Menschenmassen auf den Pier. Viele schauen sich die Folklore-Gruppe an und gehen dann weiter zu einem improvisierten Terminal, einige 100 Meter weiter.
Wir brechen eine halbe Stunde später auf. Unser Plan ist, mit vielen anderen aufzubrechen, und dann eben wie verfügt nicht alleine durch die Gegend zu laufen, sondern uns unauffällig in irgendeinen Pulk zu stellen.
Der Plan klappt so mittelmäßig.
Unser erstes Ziel ist der Bahnhof. Mit wenigen anderen gehen wir bis zum Terminal und durch das Terminal hindurch. Auf der anderen Seite an der öffentlichen Straße geht es dann wieder zurück. Denn der Bahnhof ist genau in Höhe des Schiffs.
Über einen großen Platz müssen wir quer rüber, was gar nicht so einfach ist. Zum einen ist ja Linksverkehr, weshalb wir schon erhöhte Aufmerksamkeit haben müssen, zum anderen fährt alles kreuz und quer. Ein wilder Verkehr.
Bereits am Terminal-Ausgang sind Souvenir-Verkäufer auf uns eingestürzt. Das wiederholt sich jetzt am Bahnhof und an jeder Sehenswürdigkeit nochmal. Dabei wollen sie uns vor allem irgendwelches billiges Holzkunstwerk und vor allen Dingen Mützen verkaufen. Sie sind immer höflich, lassen sich manchmal aber auch nur schwer abschütteln.
Der Bahnhof ist schön und nicht von Eiffel
Der Bahnhof ist eine architektonische Besonderheit von 1910 und vielleicht der schönste Bahnhof in ganz Afrika. Überall im Internet steht, dass Gustave Eiffel diesen Bahnhof gebaut hat. Jetzt ist es an der Zeit, mit diesen Fake-News aufzuräumen. Denn so stimmt es nicht. Das hat zwar die Firma gemacht, bei der auch Gustave Eiffel gearbeitet hat, er selber aber hatte mit diesem Bahnhof nichts zu tun.
Nachdem wir durch die ganzen Verkäufer hindurch gekommen sind, ist es im Bahnhof schön ruhig. Polizisten verhindern, dass die Verkäufer auch in den Bahnhof selber gehen. Und so erleben wir einen komplett sauberen und schönen Bahnhof. Mit einer großen Metallkonstruktion, das passt natürlich zur Firma von Eiffel.
Auch die Waggons der Züge sind komplett sauber. Und selbst die beiden historischen Loks, die hier ausgestellt werden, sehen sehr gut aus, das erstaunt doch etwas, nachdem überall sonst ordentlich Dreck herumliegt oder die Bürgersteige plötzlich große Löcher aufweisen.
Den Pulk verloren
Von hier kommend müssen wir eigentlich nur eine Querstraße parallel zum Schiff wieder zurückgehen und dann irgendwann noch mal links abbiegen, um zum Botanischen Garten zu kommen.
Außer uns machen das auch ein paar andere, wir versuchen aus Sicherheitsgründen wieder, einen Pulk zu bilden. Und sind plötzlich ganz alleine.
Durch diese Straße gehen nur wenige Einheimische. Und wir. Das erhöht jetzt das Sicherheitsgefühl nicht zwingend. An weiteren Straßen kommen wir an Verkäufern vorbei, die auf Karren oder einfach auf dem Boden die verschiedensten Waren anbieten.
Dabei müssen wir immer mal die Fahrbahn überqueren. Manchmal gibt es Ampeln, manchmal Zebrastreifen, manchmal gar nichts.
Hier kann ich nun aus der heutigen Erfahrung einen guten Tipp geben: sich einfach an irgendwelche Einheimischen dranhängen. Vor einer roten Ampel stehen zu bleiben, macht relativ wenig Sinn, weil es auch kein anderer macht. Einfach durch den Verkehr drängen und darauf hoffen, dass die Autos anhalten, scheint hier die Devise zu sein, erscheint uns aber doch ein bisschen mutig. Also hängen wir uns an Einheimische, die bilden einen Puffer zu den Autos und wir gleiten als Schatten einfach nebenher. Ob die sich wundern, dass sie kurzzeitig einen weißen Schatten haben?
Nach all dem, was wir gelesen haben und gehört haben, geben uns diese Nebenstraßen jetzt nicht unbedingt das Gefühl von Sicherheit. Aber erfreulicherweise interessiert sich kein Mensch für uns.
Außer wieder ein Haufen Souvenir-Verkäufer, die plötzlich auftauchen. Daher wissen wir, dass wir irgendeine Sehenswürdigkeit erreicht haben, und richtig: Wir sind an der Markthalle angekommen. Auch dies ist ein hübsches Gebäude im Kolonialstil. Wir werfen noch einen Blick hinein, sehr appetitlich angebotenes Obst und Gemüse. Und wir beschließen weiterzugehen, denn unser Ziel ist immer noch der Botanische Garten.
Das Eisenhaus
Zwei Straßenecken weiter finden wir diesen dann. Umgeben von einem hohen Zaun, müssen wir jetzt erst einmal den Eingang finden. Von Ferne sehen wir ein Steinportal, da müssen wir richtig sein.
Sind wir auch, wir müssen aber hier noch einmal auf die andere Straßenseite gehen, denn da steht das Eisenhaus (Casa de Ferro). Auch so ein Haus, bei dem es jemand besonders gut gemeint hat und das komplett aus Eisen gebaut hat. Bis man gemerkt hat, dass das möglicherweise keine ganz so gute Idee ist, bei dieser Hitze in einem Haus aus Eisen zu wohnen, in dem man sich wie in einem Backofen fühlt.
Dies Haus wurde tatsächlich von Eiffel entworfen. Der Gouverneur, für den das ursprünglich 1892 gebaut wurde, wollte dann hier doch nicht wohnen. Und so wurde die Tourismus-Behörde hier untergebracht.
Im Botanischen Garten
Nun gehen wir zurück in den Botanischen Garten, Jardim Botánico Tundura. Bei anderen botanischen Gärten in den letzten Städten hätten wir uns nicht alleine aufhalten dürfen, darauf wurde immer wieder hingewiesen. Hier sieht das irgendwie anders aus.
Was uns am meisten begeistert ist, dass hier viel Schatten ist. Weshalb wir uns erst einmal auf eine Bank setzen, denn mittlerweile ist es 29°C heiß. Das ist natürlich nur die offizielle Temperatur. Gefühlt sind es ungefähr 127°C.
Nach dem Wahnsinnsverkehr überall, den Autos, die dicht an dicht fahren und durch die man sich irgendwie durchschlängeln muss, ist es hier himmlisch ruhig. Und schön. 2014 wurde der Garten komplett saniert und ist nun ein grünes Schmuckstück.
Alle Bänke im Schatten sind besetzt, aber nur wenige Einheimische schlendern hier durch. Dafür wandern mehrere Gruppen von AIDA-Gästen hindurch.
Das halten wir eine ganze Weile aus und werden hier auch nicht von Souvenir-Händlern belästigt. Und auch nicht von Kriminellen.
Schließlich wollen wir hinten aus dem Park herausgehen, um uns noch eine Kirche anzusehen.
Dieser Weg ist jedoch eine Sackgasse, das Tor nach hinten ist geschlossen. Und hier wird es dann doch sehr einsam und nur einzelne Männer lungern hier herum.
Hier trifft nun Vernunft auf Gelassenheit. Während der eine jetzt die Schritte zurück beschleunigt, schlendert die andere in aller Gemütlichkeit mit dem Aufkleber „ich bin Touri und habe Handy“ auf der Stirn durch die Gegend. Natürlich verrate ich nicht, wer wer ist.
Wenn ich gesagt habe, das Mozambik eines der ärmsten Länder der Welt ist, dann spricht das, was wir hier sehen, nicht dagegen. Denn natürlich gibt es dort, wo Armut ist, auch immer einzelne Reiche. Und einiges hier gehört dazu.
Daraus lässt sich aber schließen, wie verheerend die Armut in anderen Bereichen von Mosambik sein muss. Das jetzt auch noch mal schwer getroffen wurde durch die stärkste Überflutung seit Jahren.
Erdbeer-Frappé ohne Erdbeer
Wir müssen jetzt nur noch geradeaus zum Hafen zurückgehen, und kommen an der kleinen Festung vorbei. Der restliche Weg am Hafen entlang erinnert uns dann wieder, wo wir sind: überall Müll und zum Teil infernalischer Gestank.
Nach über zwei Stunden sind wir dann wieder an Bord. Glücklich, nicht überfallen worden zu sein, aber völlig fertig von der Hitze. Und von den 2.481 Kilometer Fußmarsch. Gefühlt.
Deshalb geht der erste Weg in die Eisbar, die jetzt schon geöffnet hat.
Heute bestellen wir uns mal einen Erdbeer-Frappé. Oder versuchen es, denn die beiden Jungs hinter der Theke wissen beide nicht, was sie da tun. Das merken wir schon an den Bestellungen vor uns. Und auch unser Frappé besteht lediglich aus einer Kugel Erdbeereis und darüber gegossene Milch. Ach ja, bisschen Sahne und Erdbeerpüree kommt auch noch dazu, aber durchgerührt werden muss es nicht, das können wir ja selber machen. Dass keine Erdbeeren dazu kommen, wie in der Speisekarte angekündigt, das hat uns der Kellner erzählt, Erdbeeren sind aus.
Aber egal, die Sache schmeckt jetzt nach einem richtig guten Erdbeer-Shake. Ganz anders als die Milch-Shakes, die man an den Bars bekommt, die nur noch künstlich schmecken.
Das tut gut. Danach noch einen Latte Macchiato im Café Mare und die Lebensgeister wachen langsam wieder auf.
Einreise-Formalitäten in Theorie und Praxis
Und so können wir jetzt den Rest des Tages auf dem Balkon verbringen, auf dem wir noch einmal richtig schön Schatten haben. Das wird dann den nächsten Tagen nicht passieren.
Ich hatte versprochen, noch etwas über die Einreise-Formalitäten zu erzählen. Hier gibt es in Afrika immer zwei Seiten, die eine Seite ist das, was vorgeschrieben ist, die andere Seite das, was umgesetzt wird.
Vorgeschrieben ist für manche Länder ein Visum, für andere eine Einreise-Erlaubnis.
Deutschland gehört zu den Visum-befreiten Ländern, deshalb wurde von AIDA im Vorfeld mehrfach geschrieben, dass wir eine Einreise-Erklärung machen müssen. Das geht auf den Seiten der Tourismus-Behörde von Mosambik im Internet.
Das haben wir natürlich gemacht, es war recht aufwendig. Mit Foto von uns und vom Reisepass. Daraufhin gibt es dann die Einreise-Erlaubnis.
Die Kosten für diese Einreise-Erlaubnis betragen rund 10 € und sollten dann hier an der Grenze erhoben werden.
AIDA hat das nun mit den Behörden in den letzten Tagen so verhandelt, das nicht jeder Einzelne seinen Pass vorlegen muss, sondern jeder im AIDA Bordportal eine Erklärung abgeben sollte, ob man die Absicht hat, an Land zu gehen oder nicht.
Wenn jemand an Land gehen möchte, dann zieht AIDA diese 10 € vom Bordkonto ein.
Und dafür hat AIDA gestern in Durban ja auch schon die Reisepässe eingesammelt, so dass die gesamt zum Stempeln hier vorgelegt werden können.
Das ist tatsächlich eine große Erleichterung, denn so haben wir keinerlei Kontrollen mehr im Hafen. Ob und wozu dann diese Einreise-Erklärung vorab noch nötig ist, das bleibt offen.
Letzte Hafen vor der Überfahrt
Die Bucht von Maputo wurde von Vasco da Gama entdeckt und wurde dann als Handelsstation von den Portugiesen aufgebaut. Hier wurden die Schiffe noch einmal beladen und instand gesetzt, die sich aus Europa kommend auf den Seeweg nach Indien gemacht haben. Und umgekehrt.
Im Prinzip machen wir das gleiche, noch einmal die letzte Station, bevor wir uns auf den Seeweg machen. Jetzt nicht ganz nach Indien, sondern nach Frankreich. Genauer nach La Réunion, was zu Frankreich gehört.
So, wie der Tag im Waschsalon begonnen hat, so endet er: Neben uns auf dem Balkon entfacht sich ein bayerischer Streit. Der plötzlich verstummt, als ich Niesen muss. Jetzt hält mich die beste Ehefrau von allen für einen Spielverderber.
Nach dem Abendbrot im Markt Restaurant sehen wir uns die Show „Musical Dreams“ im Theatrium an. Diese gehört inzwischen zu unseren Lieblingsshows, nicht nur, weil wir so manche dieser Musical schon gesehen haben, sondern auch weil besonders die Sänger hier ihre ganze Bandbreite zeigen können.
Zu unserer Freude ist auch der italienische Sänger wieder dabei, der bis jetzt krank war. Ihn haben wir schon vor einem Jahr auf der AIDAstella gesehen und er hatte uns mit einem italienischen Abend begeistert.
Pünktlich um 20 Uhr laufen wir aus. Das ist nochmal ein wirklich schöner Blick auf die Stadt im Dunkeln.
Die nächste Etappe sind 2.481 Kilometer bis nach La Réunion. Morgen ist aber erst einmal ein Seetag.
ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT
GALERIE FOLGT
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