Südafrika mit La Réunion & Mauritius 2 mit der AIDAstella, Indischer Ozean 12.02.26

Wir haben mit dem Wetter Glück, weil wir den Zyklon verpassen. Dafür können wir auf dem Balkon sitzen und einfach dem Rauschen des Meeres lauschen. Denn die Kabine liegt ideal. Sowohl für die Sonne, als auch für Restaurants und Entertainment. Letzteres muss 7 Wochen üben und 4 Monate auftreten.


Bilder folgen hier in Kürze

Südafrika mit La Réunion & Mauritius
AIDAstella 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

Irgendwie haben wir den Gestank aus dem Hafen-Vorfeld gestern noch in der Nase. Bis wir merken, dass das aus dem Bad kommt. Gar nicht schön, riecht wie eine ganze Kläranlage. Aber wir können das Problem beheben: ein paar Glas Wasser in das Abflusssieb am Boden und dann ist es wieder gut.

Ei von Fisch und Huhn

Gut ist auch alles beim Frühstück. Denn man kann sich ja an alles gewöhnen, so zum Beispiel an den täglichen Kaviar. Und wenn wir nur einen Lachs-Teller ohne alles bestellen, Kaviar ist immer dabei. Aber wer will sich beschweren? Schön über den Lachs verteilt und darüber eine dicke Schicht Meerrettich und alles ist gut. Wobei es heute statt Meerrettich nur Meerrettich-Sahne gibt. Irgendwie muss der Koch verwirrt sein. Oder auch nicht, die weich gekochten Eier sind wie immer hart. Vielleicht sollte ich meine Bestellung mal modifizieren, da das ja hier alles begnadete Grillmeister sind, sollte ich mein Ei morgen vielleicht medium rare bestellen.

Jeden Tag gibt es zu dem normalen Frühstück immer noch die Empfehlung des Tages. Zu oft haben wir da nicht nachgeguckt und das dann vergessen. Aber heute denken wir dran. Es gibt Grießbrei mit Kirschen, auch mal sehr lecker.

Früh ist es allerdings. Wir sind zwar immer zur gleichen Zeit da, so gegen 8:30 Uhr, aber heute Nacht wurden die Borduhren 1 Stunde vorgestellt, Für uns kein Problem, wir dösen später noch auf dem Balkon.

Balkon ohne Zyklon

Heute ist ein Seetag, naturgemäß ein Ausflug nicht möglich. Deshalb geht unser weitester Ausflug heute, wie der geneigte Leser vermutlich erwartet hat, auf den Balkon. Was ist das schön, hier zu lesen, zu spielen, zu schreiben. Oder einfach die Augen zu schließen und dem Rauschen des Meeres zuzuhören.

Der Kapitän erklärt, dass wir mit dem Wetter Glück haben. Gestern hat sich über Madagaskar ein Zyklon ausgetobt, der nun nördlich von uns über dem Indischen Ozean nochmal Kraft und Tiefdruckgebiete tankt und dann Mosambik erreichen wird. Mit ordentlich Sturm.

Zwischendurch verschlägt es uns zweimal ins Theatrium. Zunächst erzählt uns der Lektor die Geschichte der Kreuzfahrt. Interessant und launig wie immer.
Dann gibt es natürlich einen Latte Macchiato im Café Mare. Und dazu ein paar unauffällige Kekse, die wir uns mitgebracht haben. Den AIDA-Kuchen brauchen wir dagegen nicht so zwingend.

Unsere Route ist jetzt nach Osten. Wir werden morgen die Südspitze Madagaskars umrunden und dann nordöstlich Richtung La Réunion abbiegen. Dazu brauchen wir insgesamt 3 Seetage.

Unsere Balkon-Kabine liegt ideal

An Seetagen ist immer Zeit, etwas vom Schiff zu erzählen. Heute unsere Kabine:

Unsere Kabine liegt backbord, nicht weit vom vorderen Treppenhaus entfernt auf Deck 8.
Eigentlich für alles ideal: Als hätten wir das so ausgesucht. Was wir nicht haben, weil es ja die einzige freie Balkon-Kabine war. Nur die Treppe 1 Deck hoch und wir sind im Theatrium. Von dort nach hinten sind die meisten Restaurants. Je nach meinem Geschick gehen wir im Theatrium die Freitreppe hoch und dann durch das Brauhaus oder müssen ohne Treppe geradeaus durch den Shop nach hinten gehen.

Die backbord liegende Kabine und die Fahrtrichtung fast genau nach Osten bedeutet, dass wir nach Norden schauen und deshalb mittags volle Sonne auf dem Balkon haben. Das dürfte zu heiß sein bei 28°C und meist wolkenlosem Himmel.
Das mit dem Norden und dem Süden und dem jeweiligen Sonnenstand hatte ich ja schon beim letzten Seetag erklärt.
Aber es ist gar nicht so schlimm wie erwartet. Die Sonne scheint nur einen schmalen Streifen auf unseren sonst schmalen Balkon. Die Erklärung ist einfach: Wir sind bereits so weit in den Norden gefahren, dass die Sonne nun senkrecht über uns steht und wir deshalb den Schatten des Decks über uns haben.

Ansonsten ist die Kabine eine ganz typische AIDA-Balkonkabine, wie wir sie auf jedem der 7 Schiffe der Sphinx-Klasse haben.

Natürlich mag der geneigte Leser jetzt fragen, wie es kommt, dass wir keine Junior-Suite und die damit verbundene Lounge haben, wo uns das doch auf den letzten Reisen so gefallen hat.
Ja, das wundert uns auch, liegt aber schlicht daran, dass es hier weder Junior-Suite noch Lounge gibt. Richtige Suiten gibt es, zu einem entsprechenden Preis. Aber keine Lounge. Noch, muss ich dazu sagen, denn im Rahmen der Evolution baut AIDA ja alle älteren Schiffe um und dann wird ein Teil des Rossini eine tagsüber nutzbare Lounge für die Suiten.

Bücher gegen Pfand

Heute Abend haben wir Zeit und nichts weiter vor. Außer uns ins Theatrium zu setzen und einen Cocktail zu genießen. Das machen wir natürlich erst nach einem ausführlichen Abendbrot im Marktrestaurant, Thema ist heute USA, und natürlich finden wir leckere Sachen.

Und ein Tausch ist auch noch nötig: Ich hatte ja bei den letzten Reisen schon berichtet, dass AIDA die kostenlose Bibliothek abgeschafft hat. Ein- bis zweimal täglich steht jetzt ein Mitarbeiter für eine Stunde im Photoshop und gibt Bücher gegen Pfand aus. 20 Euro pro Buch, heftig angesichts der Tatsache, dass die meisten Bücher älter sind und bei ebay für 1 Euro über den Tisch gehen.

Wir haben bereits 2 Bücher durchgelesen. Die bieten wir jetzt statt Pfand zum Tausch an. Und da wir nur 1 Buch ausleihen, bekommen wir noch 20 Euro Pfand gutgeschrieben. Der natürlich wieder storniert wird, hatten wir doch gar keinen Pfand hinterlegt.

Ciao, Italia!

Um 19 Uhr schauen wir uns dann die Show „Ciao, Italia!“ an. Ich weiß, dass wir sie vor einiger Zeit schon mal gesehen haben, kann mich aber tatsächlich nicht so richtig an die Inhalte erinnern. Es sind die bekanntesten italienischen Lieder, die für die vier Sänger und Sängerinnen und sechs Tänzer und Tänzerinnen arrangiert wurden.

Und ich muss sagen, dass es eine tolle Show ist, bei der auch das Publikum gut mitgeht. Die Lieder sind bekannt und mit diesen tollen Stimmen richtig gut arrangiert. Eine schöne Show.

Ins „Theatrium zu setzen“ ist allerdings das falsche Wort, denn alle Plätze sind bereits besetzt. Macht aber nichts, wir stehen gerne, schließlich haben wir den ganzen Tag nur rumgesessen

Zur Prime Time um 20 Uhr ist es dann so, dass Plätze frei werden und wir unseren Cocktail dann doch noch im Sitzen schlürfen können. Heute ist in der Prime Time der Chef Ingenieur zu Gast und erzählt ein bisschen was aus dem Maschinenraum. Das ist durchaus ganz interessant.

7 Wochen täglich üben

Zurück auf der Kabine denken wir uns, dass wir ruhig noch mal den Fernseher anmachen und die Wiederholung der Show im Fernseher laufen lassen können, einfach, weil sie so schön ist. Diesmal dauert sie aber nur ein paar Minuten, dann fällt irgendetwas in der Technik aus.
Sofort setzt sich der Entertainment Manager Dennie auf die Bühne und erzählt überbrückend etwas. Und das ist wirklich zu bewundern, dass er die nächsten 20 Minuten ununterbrochen aus dem Stehgreif erzählt und erzählt. Und das auch noch interessant.

So erfahren wir, dass sich bei dem Show Ensemble einiges geändert hat. Wir können uns noch erinnern, dass anfangs das jeweilige Ensemble für das Schiff schon in Hamburg ausgebildet wurde. Dort wurden die Shows eingeübt, bevor es an Bord kam.

Das ist jetzt anders. Nach dem Casting trifft sich das Ensemble zum ersten Mal auf dem Schiff. Dann haben sie 7 Wochen Zeit, täglich auf dem Schiff die Shows einzuüben. In diesen 7 Wochen treten sie noch nicht auf, es ist immer noch das vorherige Ensemble da.
Nach den 7 Wochen verlässt dann das vorherige Ensemble das Schiff und nun ist dieses Ensemble für 4 Monate dran. In den letzten 7 Wochen dann schon wieder begleitet vom nächsten Ensemble, das übt.

Insgesamt haben die Künstler immer Verträge für 6 Monate. Das sei in der Theater- und Show-Welt überall üblich. Danach können die Künstler entscheiden, ob es ihnen gut gefällt und sie einen neuen Vertrag über 6 Monate machen oder woanders hingehen. Natürlich hat die gleiche Entscheidung auch AIDA.

Das ist wirklich interessant und so bestätigt sich noch einmal, dass die interessantesten Informationen ungeplant kommen.

Irgendwann es dann die Technik wieder im Griff, und die Show kann laufen. Und wir einschlafen.

Auch morgen ist noch ein Seetag.

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