Südafrika mit La Réunion & Mauritius 2 mit der AIDAstella, Durban / Südafrika 10.02.26
So richtig viele Ausflüge werden nicht angeboten, so verschlägt es uns heute in den Umgeni River Vogelpark. Der uns insgesamt nicht gut gefällt. Aber die Flugshow ist interessant und mündet in einem Geier neben mir. Womit aber niemand Spezielles gemeint ist. Dann folgt die offizielle Ausreise aus Südafrika mit umfangreichen Formalitäten, die keinen interessieren.
Bilder folgen hier in Kürze
Südafrika mit La Réunion & Mauritius
AIDAstella 2026
Ein früher Ausflug bedeutet unter Beachtung der Kaffee-Durchlaufzeit ein frühes Frühstück. Normalerweise würden wir jetzt zum Frühaufsteher Kaffee ins Best Burger @ Sea gehen. Aber AIDA hat aufgepasst und so öffnet das größte Restaurant, das Marktrestaurant, bereits um 6 Uhr.
Frühstück unexklusiv
Wir sind pünktlich um 6 Uhr da, Da ist das Restaurant schon voll. Offensichtlich geht es nicht nur uns so, sondern viele Gäste hatten die gleiche Idee.
So können wir heute noch einmal den wichtigsten Unterschied zu unserem exklusiven Frühstück erleben: es ist hier überall voll, deshalb auch an den Buffets. Vor den Kaffee-Automaten eine lange Schlange. Gäste laufen durch die Reihen, ohne einen freien Tisch zu finden. Entsprechend hoch ist auch der Lautstärkepegel.
Vom Essen her ist der Unterschied nicht so groß, im Prinzip gibt es das gleiche, nur, dass es ja keiner bringt und es auch nicht so nett angerichtet ist. Und auch ein Minutensteak ist hier natürlich nicht zu bekommen.
Aber alles kein Problem, wir werden satt.
Zappeln auf der Brücke
Zwischendurch macht der Kapitän seine übliche Ansage, als das Schiff zum Landgang freigegeben wird. Nicht nur, dass er das falsche Datum nennt, auch alle Mann an Bord verkündet er erst für 13:30 Uhr (was von der Logik her passt, da wir um 14 Uhr ablaufen wollen), obwohl seit Tagen mehrfach angesagt wurde, dass aufgrund der zwingenden Ausreise aus Südafrika alle um 12 Uhr wieder an Bord sein müssen. Ich erkläre das nachher noch mal.
Zumindest können wir uns gerade lebhaft vorstellen, wie der Kapitän seine Ansage macht, und alle, die um ihn herum zappeln, Zeichen machen und ihn bremsen wollen, bis er es versteht und sich korrigiert.
Golden Mile als Alternative
Nach Kapstadt ist dies der erste Hafen, in dem wir nicht an irgendwelchen Containern liegen, sondern es ein richtiges Kreuzfahrt-Terminal gibt. Das Nelson Mandela Cruise Terminal wurde von MSC gebaut, aber wir dürfen das benutzen.
Durban ist der größte Hafen Afrikas und bedingt durch seine Geschichte äußerst multikulturell. Das ändert aber nichts an der Sicherheitslage, die hier die gleiche ist, wie in allen Städten Südafrikas: nicht alleine oder zu zweit durch die Stadt laufen, am besten überhaupt nicht seitlich vom Terminal weggehen, sondern nur geradeaus bis zur Golden Mile. Dies ist eine Promenade am 6 Kilometer langen Sandstrand. Diese ist relativ sicher und hier kann man entlang flanieren und zum Aquarium oder einem Wasserpark gehen.
Das wäre für uns auch noch eine Option gewesen, aber wir haben einen der wenigen Ausflüge gebucht, um wenigstens ein bisschen etwas von Durban zu sehen.
Tatsächlich hat AIDA hier in Durban nur sehr wenige Ausflüge angeboten. Das mag der kurzen Liegezeit geschuldet sein.
Unser Ziel ist nachher der Umgeni River Vogelpark. Nicht unser Traumausflug, aber wir versprechen uns davon, dass wir auf der Fahrt ein bisschen was von der Stadt sehen und Tiere sind immer gut.
Ausreise aus Südafrika
Als wir vor fast einer Woche in Südafrika angekommen sind, haben wir einen Einreise-Stempel bekommen. Jetzt müssen wir offiziell ausreisen, weil heute unser letzter Hafen in Südafrika ist.
Das ist so geregelt, dass zwischen 10 und 12 (oder 9 – 12 oder 8 – 12, die Information ändert sich täglich) Uhr alle Gäste und die gesamte Crew einmal durch das Terminal gehen müssen, um sich einen Ausreise-Stempel zu holen. Auf Ausflügen und für individuell durch die Stadt gehende Gäste gilt, dass sie auf keinen Fall die Reisepässe vergessen dürfen, denn bei Rückkehr zum Terminal wird automatisch die Ausreise durchgeführt.
Die Mitarbeiter haben jetzt mehrfach darauf hingewiesen, dass es durchaus sein kann, dass dadurch im Terminal lange Schlangen entstehen. Dies zu ändern haben sie aber nicht geschafft, wenn man das anspricht kommt als Antwort immer: „das ist Afrika“. Diese Antwort können wir uns merken, wenn irgendetwas zu langsam oder in unserem Augen nicht optimal läuft: „Das ist Afrika“.
Zumindest trösten uns die Mitarbeiter damit, dass es im Terminal ein vernünftiges kostenloses WLAN gibt, das erste seit Kapstadt.
Vor einigen Tagen haben wir bereits Ausreise-Formulare auf die Kabine bekommen. Diese sind von AIDA vorausgefüllt und wir müssen nur einige Kleinigkeiten wie Geschlecht oder Beruf ergänzen. Zudem gibt es Zoll-Formulare, auf diesen muss die Reisepass-Nummer eingetragen werden und bestätigt werden, dass wir keine zollpflichtigen Güter mit uns mitschleppen.
Alle Formulare sollen wir heute mit an Land nehmen, dann im Terminal aber nur den Beamten aushändigen, wenn ausdrücklich danach gefragt wird. Wir sind gespannt.
Es wird heiß in den Subtropen
Nach dem Frühstück haben wir noch Zeit auf dem Balkon und können das Treiben unter uns am Kai beobachten. Bereits deutlich früher als 8 Uhr strömen vor allen Dingen Mitarbeiter ins Terminal, um die Ausreise durchzuführen.
Anfangs ist es noch sehr wolkig und diesig, aber im Verlauf der nächsten Stunde reißen die Wolken auf und es wird klar und sonnig.
Und dann im Laufe des Tages immer heißer und schwüler. Durban liegt bereits in den Subtropen und das merkt man jetzt. Heute Nacht gab es ein gewaltiges Gewitter und das führte zu einer Wetterscheide.
Die Temperaturen steigen heute noch bis 32°C.
Malaria-Prophylaxe oder nicht?
Da ist dann heute wieder guter Sonnenschutz wichtig. Und nicht nur das. Das Gebiet um Durban und die Stadt selbst sind Malaria-Gebiet. Dasselbe gilt morgen auch für Mosambik.
Wir haben lange überlegt, wie wir das lösen. Eigentlich wird tatsächlich für hier eine Malaria-Prophylaxe mit Tabletten empfohlen. Das brauchten wir bisher nur ein einziges Mal und zwar bei unserer Reise nach Madagaskar.
Aber die Frage für uns war: sollten wir wirklich für die zwei Tage, an denen wir jeweils nur ein paar Stunden an Land sind, über 11 Tage eine Prophylaxe einnehmen?
Vielleicht wäre das konsequent bei unserem üblichen Sicherheitsbedürfnis. Aber uns erscheint das Risiko überschaubar. Was wir auf jeden Fall machen werden ist, uns konsequent mit Mückenschutz einzusprühen und so weit wie möglich sicherzustellen, dass wir gar nicht erst gestochen werden. Da wir nicht an den Strand gehen und auch nicht durch den Wald gehen und auch nur ein kurzer Zeit durch die Stadt gehen, sollte das so funktionieren. Das Mückenschutz-Spray ist Dann allerdings unverzichtbar.
So bereiten wir uns jetzt auf den Tag vor.
Zunächst etwas Sightseeing
Obwohl wir dann eine halbe Stunde vor Abfahrt losgehen, ist der Bus schon fast voll, deshalb geht es bald los.
Erfreulicher Weise tut uns der Fahrer dann den Gefallen, ein bisschen Sightseeing auf dem Weg zu machen. Dazu fährt er dann zurück nochmal einen anderen Weg.
Die City wirkt recht modern, es gibt ein paar Hochhäuser und nur wenig historische Gebäude.
Am schönsten ist das Rathaus, das dem Rathaus von Belfast nachgebaut ist.
Insgesamt wirkt es sauberer als in den anderen Städten, das mag aber auch nur für den Bereich gelten, durch den wir fahren.
Natürlich fahren wir auch am Stadion vorbei, überall in Südafrika wurden Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 gebaut, die aber für afrikanische Verhältnisse völlig überdimensioniert sind und jetzt nur noch zum Teil benutzt werden. Einige davon haben wir schon gesehen.
Im Umgeni River Vogelpark
So haben wir wenigstens einen kleinen Eindruck von Durban bekommen, bevor wir jetzt zum Umgeni River und dem daran liegenden Vogelpark kommen.
Ja, was soll ich dazu sagen. Wir haben den Vogelpark gesehen. Nein, müssen wir aber nicht noch mal.
Die Anlage ist wirklich sehr schön. Hier wurde quasi ein Urwald unterhalb eines Felsens errichtet, samt tief fallendem Wasserfall.
Dadurch ist es hier bei der schwülen Hitze draußen angenehm kühl. Es gibt reichlich Schatten und am Wasserfall ist es erfrischend.
Dagegen gefällt uns die Vogelhaltung nicht. Viele der großen Außengehege sind kaum genutzt. Exotische Vögel, wie Aras oder Kakadus, werden in viel zu kleinen Volieren ausgestellt, wie wir meinen.
Wahrscheinlich sind wir da jetzt etwas streng, denn für afrikanische Verhältnisse ist das vermutlich schon sehr vorbildlich. Aber wenn man so wie wir in der Nähe des Weltvogelparks Walsrode wohnt und dort diese riesigen Freiflughallen erlebt hat, dann ist das hier nicht schön.
Wir haben hier gut zwei Stunden Zeit. So viel Zeit braucht man eigentlich nicht, denn so groß ist der Park nicht. Aber wir nehmen uns die Zeit, uns die Vögel anzugucken, und nehmen uns Zeit, irgendwo im Schatten auf Bänken zu sitzen. Das an sich ist schön.
Flugshow mit Geier
Den Abschluss bildet eine Flugshow. Die wiederum ist gut gemacht. Und wir bekommen viele Erklärungen zu den Vögeln mitgeliefert.
Dabei sitzen wir auf blauen Sitzschalen im Halbschatten, das geht ganz gut.
Und dann sitzt plötzlich ein Geier neben mir. Keine Sorge, ich meine natürlich nicht die beste Ehefrau von allen, die sitzt auf der anderen Seite. Aber mein linker Platz ist frei und dahin setzt sich ein Geier und sucht nach den Fleischstückchen, die der Wärter hier herum wirft. Das ist schon ein bisschen beeindruckend. Und gibt einen ganz schönen Wind, als er seine Flügel ausbreitet zum Wegfliegen.
Noch sehr viel größer als wir erwartet haben ist ein Pelikan, der hier gezeigt wird. Oder auch ein Marabu, das alles ist für uns sehr interessant und versöhnt ein bisschen mit dem Vogelpark.
Keiner interessiert sich für die Formulare
Kurz nach der anvisierten Zeit um 12 Uhr sind wir wieder im Terminal. Nun kommt der Teil mit der Ausreise, den ich schon beschrieben habe.
Tatsächlich hat sich hier eine lange Schlange gebildet, aber zum einen macht AIDA das leicht, weil Mitarbeiter rumgehen und kalte Getränke herumreichen, zum anderen sind genug Beamte da, die unsere Pässe abstempeln.
Die Beamten scheinen bei der Deutschen Post gelernt zu haben, die älteren Leser unter uns erinnern sich sicher an die damaligen Postbeamten, die auch für berufsmäßige Muffeligkeit bekannt waren.
Wir bekommen unsere Stempel und kein Mensch interessiert sich für unsere ausgefüllten Ausreise- oder Zollformulare.
Nach der Passkontrolle werden denn unsere Pässe gleich von AIDA eingezogen, das ist wichtig für die Einreise in Mosambik morgen. Dazu erzähle ich dann morgen mehr, das ist nämlich ganz interessant.
Kein Eis bei der Hitze
Und heiß ist es jetzt. Unglaublich heiß. Im Vogelpark war es ja geschützt. Hier ist eine riesige Betonfläche. Und auch die Eisenfläche des Schiffs macht es nicht besser. Die Luft steht so, dass wir nach einem kurzen Rundgang über Deck, um noch einmal die Stadt zu sehen, aufgeben und uns lieber ein Eis holen wollen. Leider hat der Eisbar noch nicht auf.
Also gehen wir wie üblich ins Café Mare und holen uns einen Caramell oder Latte Macchiato.
Dies Terminal hat tatsächlich ein gutes WLAN. Und da unser Balkon zum Terminal zeigt, können wir uns jetzt zum ersten Mal mit kostenfreien WLAN einwählen. Das nutzen wir gleich aus, um einige dringende E-Mails und Nachrichten abzuarbeiten.
Kurz nach 14 Uhr legen wir dann ab und haben von unserem Balkon wieder einen schönen Blick auf die Stadt und auf die Golden Mile.
Dann scheint aber die Sonne prall auf der Balkon, und das ist nicht lange auszuhalten. Also geben wir noch kurz in die Kabine.
Doch noch ein Eis
Um 16 Uhr haben wir den Lektor fest eingeplant, der über Mosambik spricht. Wir gehen schon ein bisschen früher hin, denn inzwischen hat die Eisbar auf, und ein Eis muss heute bei der Hitze einfach sein.
Der Vortrag des Lektors ist dann auch wieder hochinteressant und wir freuen uns auf morgen in Mosambik.
Zum Abendbrot gehen wir ausnahmsweise ins Bella Donna Restaurant, bevor wir uns im Theatrium ein Wohnzimmerkonzert anhören. Heute tritt die Live-Band Supernova auf mit Rocksongs. Das ist sehr gut, wir fragen uns nur, warum stattdessen wieder keine Show gezeigt wird. Die Band ist jeden Abend in der AIDA Bar und wer sie hören will, kann das dort machen.
Die nächste Etappe sind 622 Kilometer bis Maputo.
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