Große Skandinavien-Reise ab Kiel mit der AIDAnova, Kiel 16.05.26

Kiel als Zwischenstation hatten wir noch nicht. Müssen wir auch nicht, denn bei einem Spaziergang erscheint uns die Stadt recht trist. Was auch am Wetter liegen kann, in Kiel haben wir zum ersten Mal auf dieser Fahrt Regen. Die Ausfahrt aus der Förde ist aber wieder schön, diesmal sehen wir die andere Seite.
Dank Lounge brauchen wir heute keine Neuankömmlinge in Restaurants.


Bilder folgen hier in Kürze

Große Skandinavien-Reise ab Kiel
AIDAnova 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

Es ist schon ein komisches Gefühl. Normalerweise sind wir 14 Tage weg, drehen eine Runde und dann kommen wir am Ausgangshafen wieder an.

Jetzt sind wir nach einer Woche schon wieder in Kiel und starten dann in die nächste Runde.
Das hatten wir in der Vergangenheit auch schon, wenn wir zwei Reisen hintereinander gebucht hatten. So hatten wir einen schönen Tag in Hamburg verbracht.

Hier war es insofern anders, dass man diese Reise zwar auch für eine Woche buchen konnte, sie aber auch für zwei Wochen angeboten wurde, so wie wir sie gebucht haben.

Die meisten haben das wohl anders gemacht, denn schon auf dem Weg zum Frühstück sehen wir, dass überall die Kabinentüren aufstehen. Und den Rest des Tages ist ein wildes Gewusel auf dem Schiff, überall Menschen mit Gepäck, die auf Abreise oder Freigabe der Kabine warten. Und Menschen mit Rettungswesten, die zu ihrer Rettungsstation wollen.

Waschtag am Wechseltag

Puh, wir sind froh, dass wir uns in die Stadt zurückziehen können.

Erst einmal natürlich nicht, erst gibt es Frühstück.

Nein, erst noch etwas viel Wichtigeres: 1 Woche ist um und üblicher Weise nehmen wir nur Klamotten für 10 Tage mit. Also der übliche Waschsalon in der Mitte der Reise.
Dabei haben wir uns gedacht, dass heute kein Mensch wäscht, weil niemand am Tag der Ankunft oder Abreise waschen geht.
Und richtig gedacht, außer uns ist nur eine einzige Maschine belegt. Wir belegen zwei. Und können nun erst einmal frühstücken gehen.

Der Außenbereich des Casa Nova ist in 3 Abteilungen unterteilt. Diese haben wir mit heute nun alle durchgespielt. Der Nachteil davon, nicht immer auf den gleichen Platz zu gehen ist, dass die Kellner in jeder Abteilung andere sind und noch nicht wissen, was wir wollen. Aber da wir gerne am Fenster sitzen wollen, müssen wir halt schauen, wo etwas frei ist, und das war jetzt jeden Tag woanders.

Trotzdem klappt fast alles. Statt Milchkaffee gibt es zwar schwarzen Kaffee und der extra Meerrettich fehlt (beim Lachs, nicht beim Kaffee), aber die Eier sind weich und der Rest auch lecker.
Außerdem sind wir nach 20 Minuten mit einem anderen Ehepaar, die auch an Bord bleiben, die einzigen hier.

Spaziergang zwischen den Schauern

Gegen 12 Uhr gehen wir dann von Bord. Dabei richten wir uns nach dem Regenradar, denn zum ersten Mal haben wir Regen auf dieser Reise. Und das bei Wind und Temperatur von 13°C.

Ja, das Wetter in Kiel ist trist. Und es mag am Wetter liegen oder an der Stadt, aber die Fußgängerzone wirkt auf uns genauso trist.

Wir gehen vom Schiff aus einfach an der Straße weiter bis zum Parkhaus, in dem unser Auto steht. Dieses besuchen wir kurz, vor allem, um die Flasche Sekt darin zu bunkern, die wir als Begrüßungsgeschenk am ersten Tag vorgefunden haben und angesichts der vielen leckeren Rosé in Restaurant und Lounge nicht geschafft haben. Wir können ja nicht wissen, dass wir bei Rückkehr zum Schiff noch eine Begrüßungs-Flasche vorfinden. Das ist nett vom Kabinensteward, wir fühlen uns nett begrüßt und werden diese mit Jürgen zu Hause trinken.

In der Kieler Fußgängerzone

Am Parkhaus beginnen dann auch Altstadt und Fußgängerzone. Diese gehen wir durch bis zu einer Shopping-Mall. Erstaunlicher Weise muss ich hier nur durchgehen und nicht durch die einzelnen Geschäfte stöbern, das erkaufe ich mir aber mit einem Besuch im Outlet-Center in einer Woche.

Nein, so richtig gefällt uns das alles nicht, lediglich der Europaplatz ist nett gestaltet und wirkt doch auch trostlos auf uns.

Dazu passt es, dass wir mal wieder alle Aufmerksamkeit auf uns ziehen. In einem Reformhaus benutzen wir die Selbstbedienungs-Kassen. Und als wir das Geschäft verlassen, geht der Alarm los. An der Kasse stellt sich dann heraus, dass wir zwar alles richtig eingescannt und bezahlt haben, aber die Ware so lange über den Scanner gezogen werden muss, dass irgendwas entwertet wird. Na toll.

Von hier gehen wir weiter zu Rathaus und Opernhaus, die zusammen den Rathausplatz einrahmen. Das wirkt auch sehr kastig auf uns.

Für den benachbarten Hiroshimapark reicht es nicht mehr, weil sich in 30 Minuten das nächste Regengebiet ankündigt und wir noch 20 Minuten zum Terminal brauchen. Deshalb gehen wir unter blühenden Kastanien am See „Kleiner Kiel“ entlang, durch den Ratsdienergarten, der gegenüber des Terminals liegt.

Kein eigener Eingang

Tatsächlich schaffen wir es, noch vor dem Regen anzukommen.
Am Terminal hoffen wir, einen eigenen Eingang zu bekommen und uns nicht mit den Neuankömmlingen anstellen zu müssen, die auf den Check-In warten.
Es gibt aber keinen eigenen Eingang, wir werden lediglich auf eine schnellere Spur vor der Sicherheitskontrolle gelotst. Dahinter müssen wir den Weg vorbei am Check-In selbst finden.

Gerne wären wir noch am Wasser entlang weiter gegangen, am Aquarium vorbei, aber das lässt das Wetter nicht mehr zu, Das nehmen wir uns dann für nächstes Mal vor.

Unsere Kabine ins noch nicht fertig, als wir um 14:30 Uhr wieder an Bord kommen. Die Kabinenwechsel haben Vorrang. Kein Problem, so gehen wir noch in die Lounge, wir haben richtig Kaffeedurst.
Und hier stehen so viele Leckereien, dass wir nicht widerstehen können. Und beschließen spontan, heute Abend einfach nicht mit all den Neuankömmlingen, die sich erst orientieren müssen, ins Buffet-Restaurant zu gehen, sondern lieber die Kleinigkeiten hier zu genießen und somit Ruhe zu haben.

Die haben wir zuerst auch, aber gegen 15 Uhr wird es voll. Ein bisschen unterhalten wir uns noch mit einem anderen Ehepaar, dann gehen wir doch noch in die Kabine. Mit einem kleinen Umweg über den Ausflugs-Counter, denn wir wollen noch einen Ausflug in Bergen stornieren. Das Wetter dort soll nicht so schön werden, dass eine gute Aussicht vom Berg zu erwarten ist, ich werde übermorgen davon genauer berichten.

Diesmal das andere Ufer

Unsere Kabine ist fertig, wir finden wie berichtet Sekt zur Begrüßung vor. Und frisches Obst.
Ein bisschen können wir noch im Wintergarten schreiben und für Bergen einen neuen Plan recherchieren, bevor wir ablegen.

Bei unserer Ausfahrt vor 1 Woche konnten wir ja auf dem Balkon stehen und hatten eine Wink-Verabredung. Heute wollen wir gerne zur anderen Seite schauen, das wollen wir nachher von dem Außenbereich der Lounge aus machen, wenn es nicht wieder regnet.

Und genauso mache wir das: Anders als auf der AIDAcosma kann man hier vom Außenbereich der Lounge zu beiden Seiten des Schiffs gucken. Hier suchen wir uns eine Liege und sichern uns mehrere der reichlich verfügbaren Decken und schauen diesmal auf das Westufer der Kieler Förde.

Ja, da bestätigt sich, dass wir dort auch einen Spaziergang hätten machen können, es sieht grüner und freundlicher aus als in der Innenstadt.

Wir fahren an kleinen Marinas vorbei, dann an der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal mit seinen Schleusen. Leuchtturm und Strände sehen auch schön aus.

Kurz vor dem offenen Meer wird es dann aber doch zu kalt und wir ziehen uns in die Lounge zurück, um unseren Essensplan umzusetzen. Und finden tatsächlich genug kleine Leckereien, so dass wir kein Restaurant mehr brauchen.

Von der Show „AIDA Diamonds“ sehen wir nur einen kleinen Teil, dann setzen wir uns wieder den Bässen des Brauhauses aus, heute bis 23:30 Uhr. Das Fernsehprogramm ist auch nicht besser, Deutschland wird beim ESC drittletzter.

Die nächste Etappe sind 1.174 Kilometer bis nach Bergen. Morgen ist aber erst einmal Seetag.

ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT

GALERIE FOLGT

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