Große Skandinavien-Reise ab Kiel mit der AIDAnova, Kopenhagen 15.05.26

Nach dem Marsch gestern bleiben wir heute an Bord und schauen uns den Ausbau des Nordhavn und vor allem die riesige neue Halbinsel Lynetteholm an, die hier vor unseren Augen entsteht und deren Umrisse man schon sehen kann.
Den traditionellen Burger holen wir nach und sehen noch eine neue Show.


Bilder folgen hier in Kürze

Große Skandinavien-Reise ab Kiel
AIDAnova 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

Das Frühstück in Casa Nova ist heute chaotischer als sonst. Der Restaurantchef hat Urlaub und ab heute ist ein neuer da. Offensichtlich müssen die Mitarbeiter sich nun erst neu sortieren. So gelingt es erst nach einiger Zeit, die Aufmerksamkeit der Kellner zu erlangen für Nachbestellungen.

Ansonsten ist es aber gut wie immer, das Essen lecker, die Eier auch wieder weich, wie wir es gewohnt sind. Der Lachs reichlich und mit wieder einer Extraportion Meerrettich.

Heute kein Ausflug

Wir waren ja nun über Nacht im Kopenhagen. Wer wollte, konnte sich ins Nachtleben stürzen. Allerdings wäre der Shuttle nachts nicht gefahren, es wäre so also nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder wahrscheinlich am besten mit einem Uber gegangen.

Wir haben nichts dergleichen gemacht. Wir sind ja gestern nun genug durch die Stadt gelatscht, und das ist auch der Grund, weshalb uns heute nichts von Bord zieht. Natürlich wäre die Stadt noch einmal interessant. Aber zum einen müssen wir noch die ganzen Eindrücke von gestern verdauen und zum anderen liegen wir gar nicht mehr so lange hier, so dass wir in der Zeit doch begrenzt sind.

Also verbringen wir die Zeit nach dem Frühstück wieder auf dem Balkon, bei herrlichem Sonnenschein und 11°C.

Langelinie und Oceankaj

Uns gegenüber sieht man, wie der Hafen immer weiter ausgebaut wird. Und wir können von hier auf den anderen Kreuzfahrt-Anleger an der Langelinie sehen. Dort liegt gerade die Mein Schiff 7.

Gestern hatte ich versprochen, noch etwas zu den verschiedenen Anlegern zu sagen. Der schönste Kreuzfahrtanleger ist die Langelinie. Diese ist direkt an der Altstadt und vom Schiff runter muss man immer nur an der Wasserkante entlang gehen. Man kommt direkt an der Kleinen Meerjungfrau, an dem Gefion Brunnen, am Schloss vorbei und mündet dann am Nyhavn.

Das ist also unser bevorzugter Anleger. Manchmal lagen wir dort, manchmal nicht. Heute nicht. Wir sind in einem neueren Bereich des Hafens, am Nordhavn, an dem drei Terminals für Kreuzfahrtschiffe gebaut wurden, dem Oceankaj.
Hier wird der Hafen immer noch groß ausgebaut, hinter uns ist eine riesige Baustelle und Berge, die fast so hoch sind wie unser Schiff. Das will schon was heißen.

Obwohl wir von einem Anleger zum anderen schauen können, sind diese doch weiter auseinander. Von hier ist dann auch fußläufig überhaupt nichts Interessantes zu erreichen und der Weg in die Innenstadt ist zu weit. Das freut vor allen Dingen die Taxi- und Uberfahrer. Aber, wie gestern schon berichtet, sind die Preise für dänische Verhältnisse durchaus fair.

Der Plan von Lynetteholm

Auf diese Baustellen lohnt sich nun noch ein genauerer Blick: unser Anleger ist also am Nordhavn. Hier konnten wir bereits in der Vergangenheit sehen, wie es weitere Landaufschüttung ins Meer hinein gab. Immer noch sind hier unzählige Bauarbeiter beschäftigt, diesen neuen Hafenbereich auszubauen. Der Bereich des älteren Teils des Nordhafens ist bereits weitestgehend umgestaltet in eine Wohn- und Bürobebauung.

Das ist aber bei weitem nicht alles. Uns gegenüber wird gerade ein anderes gigantisches Projekt verwirklicht: die Stadt baut vor dem Hafen eine neue riesige Halbinsel: Lynetteholm.

Diese soll zum einen dem Schutz von Kopenhagen vor steigenden Meerwasserspiegeln dienen, zum anderen dringend benötigten Wohnraum schaffen.Und natürlich sind auch hier Büros geplant. Es soll auch viel Grün geben und U-Bahn und Autoverkehr sollen durch unterirdische Tunnel hierhin verbunden werden.

Tatsächlich ist dieses Projekt jetzt schon so weit vorangeschritten, dass wir die Umrandung dieser neuen Halbinsel sehen können. Ein wirklich gigantischer Plan, den die Stadt hier angefangen hat.

Zu groß für die Brücke

Mit diesen Gedanken sitzen wir weiterhin auf dem Balkon. Während es in Deutschland regnet und stürmt, ist es hier herrlich in der Sonne und wir müssen uns mit Sonnenbrille und Mütze tatsächlich schützen, weil es sonst einfach zu hell ist. Und das in Kopenhagen im Mai.

Pünktlich um 16 Uhr legen wir ab. Zunächst ganz langsam. Dabei wird auch nochmal deutlich, dass wir hier am Oceankaj in der Vergangenheit quasi am offenen Öresund lagen, jetzt gibt es zwischen Kai und der neuen Halbinsel nur noch eine Fahrrinne, die wir nun belegen.

Eigenartig ist nur, dass wir nicht drehen, um dann direkt nach Süden nach Deutschland zu fahren. Stattdessen fährt das Schiff immer weiter nach Norden.

Der Grund ist dann ganz einfach: Wir passen nicht unter der Öresundbrücke zwischen Dänemark und Schweden hindurch. Deshalb müssen wir nun erst nach Norden fahren, dann um Seeland (die Insel, auf der Kopenhagen liegt) herum und dann zwischen Seeland und Fünen im Großen Belt wieder nach Süden Richtung Kiel.

Kurz bevor wir an der nördlichen Engstelle wischen Helsingør (Dänemark) und Helsingborg (Schweden) hindurchfahren, wird es dann doch zu kühl auf dem Balkon und wir setzen den nächsten Plan um:

Doch noch ein Burger

Traditionell gibt es am ersten Abend für uns einen Burger. Das haben wir hier nicht gemacht, zum einen waren wir ja zu einem Begrüßungs-Dinner eingeladen, zum anderen war es am ersten Abend derart voll im Fuego Restaurant, dass wir lieber weggeblieben sind.
Aber heute denken wir, dass es kurz nach 18 Uhr so sein könnte, dass die vielen Kinder entweder um 18 Uhr mit ihren Eltern in einem anderen Restaurant Essen gehen oder schon im Bett sind.
Und genauso kommt es, es ist sehr leer. So dass wir heute zu unserem traditionellen Burger kommen, gefolgt von ein paar Kartoffelpuffern.

Zum Abschluss sehen wir uns noch eine (für uns) neue Show an. „DigiL@nd“ ist eine Tanz- und Artistik-Show mit viel Interaktion zwischen Tänzern und LED-Wand.

Die nächste Etappe sind 382 Kilometer bis nach Kiel.

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Ein toller Marsch durch Kopenhagen