Kurzreise nach Danzig & Bornholm ab Warnemünde mit der AIDAmar, Danzig 17.04.26
Wir liegen im gleichen Kohlehafen in Gdingen wie vor 8 Jahren. Diesmal machen wir aber keinen Ausflug in die Altstadt von Danzig, sondern fahren mit Uber nach Zoppot. Und genießen den Blick auf wunderschöne alte Villen und Hotels, den Bummel über die 500 Meter lange Seebrücke und den Spaziergang durch die Fußgängerzone.
Bilder folgen hier in Kürze
Kurzreise nach Danzig & Bornholm ab Warnemünde
AIDAmar 2026
Wie vor 8 Jahren auch liegen wir nicht direkt in Danzig sondern im Kohle-Hafen von Gdingen.
Kohle-Hafen bedeutet, dass hier große Kohlehalden liegen und wir deshalb vom Schiff aufgefordert wurden, nicht unbedingt in weißer Kleidung hinauszugeben.
Die Dreistadt
Danzig (Gdańsk), Zoppot (Sopot) und Gdingen (Gdynia) liegen nebeneinander an der Danziger Bucht und bilden die sogenannte Dreistadt (Trójmiasto).
Wir liegen jetzt also in Gdingen, das eher industriell geprägt ist. Zoppot, das eher zu Kur, Erholung und Freizeit dient, ist mit dem Auto rund 25 Minuten entfernt, die wunderschöne Altstadt von Danzig 45 Minuten.
Wir haben vor 8 Jahren sowohl die Altstadt von Danzig, als auch die Seebrücke von Zoppot gesehen. Beides hat uns gut gefallen.
Die Mehrheit unserer Gruppe war aber noch nicht im Seebad Zoppot, deshalb wählen wir das heute als Ziel aus. Die AIDA-Ausflüge sind allerdings recht kostenintensiv.
Stattdessen gehen wir nach der üblichen Kaffee-Durchlaufzeit um 12:30 Uhr von Bord und bestellen über die App einen Uber.
Mit Uber nach Zoppot
Mit Uber haben wir bereits auf Malta sehr gute Erfahrung gemacht und wollen das jetzt hier auch einmal testen. Eine Alternative wären die überall herumstehenden Taxen oder auch der öffentliche Nahverkehr gewesen.
Bereits nach 10 Minuten ist der Wagen da. Die Route vereinbaren und bezahlen geht alles problemlos über die Uber-App, so dass wir mit dem Fahrer nichts weiter besprechen müssen. Was auch gut ist, denn er stellt sich als nicht sehr gesprächig heraus. Vermutlich kann er nur polnisch, das wir nicht beherrschen. Das ist aber auch völlig egal, denn er soll ja nicht Vorträge halten, sondern fahren können. Und das kann er offensichtlich.
In Polen wird noch mit Zloty bezahlt, der Umrechnungsfaktor ist 24 Euro-Cent pro einem Zloty. Die einfache Fahrt kostet uns umgerechnet 18 €. Das ist für uns fünf Personen unschlagbar günstig.
In einer knappen halben Stunde kommen wir an den großen Hotels vor der Seebrücke von Zoppot an. Bereits um die Hotels herum sind wir an wunderschönen alten Villen vorbei gefahren.
Am Strand von Zoppot
Jetzt gehen wir einfach nur zwischen den Hotels hindurch und haben direkten Strandzugang. Der Strand ist durch eine flache Düne begrenzt, dann gehen wir durch den Sand bis zum Meer. Der Strand ist bereit und sehr sauber, im Sommer lädt das mit Sicherheit sehr viele Besucher zum Verweilen ein.
Wir gehen ein bisschen am Strand entlang, dann unter der Seebrücke hindurch und auf der anderen Seite dann vom Strand zurück zur Promenade.
Von hier gehen wir zur Seebrücke. Das Betreten der Seebrücke ist kostenpflichtig. Seitlich neben der Seebrücke, an der Promenade, ist ein Kassenhäuschen. Ein Ticket kostet 10 Zloty, umgerechnet 2,40 €
Auf der Seebrücke Molo
Die Seebrücke heißt Molo und ist ein etwas über 500 Meter langer Holzsteg. Kurz vor dem Ende ist ein Restaurant auf der Brücke, daneben eine Marina. Am Ende der Brücke kann man noch an der Marina entlang gehen.
Bei 12°C ist es recht frisch heute. Aber hier ganz hinten an der Seebrücke, an dem Steg, der an der Marina vorbeiführt, ist eine Mauer errichtet, die vor dem Seewind schützt. Hier ist es sehr angenehm, besonders weil jetzt auch die Sonne ein bisschen durchkommt.
Hier halten wir es länger aus und genießen den Blick auf die Danziger Bucht, auf kleine Segelschiffe, die jetzt von der Marina aus starten. Zurück auf das ehemalige Casino, das jetzt ein Hotel ist und die anderen schönen Häuser, die am Ufer sichtbar sind.
So bummeln wir hier langsam herum. Schauen uns alles in Ruhe an. Als wir dann genug gesehen haben, schlendern wir noch ein bisschen die anliegende Fußgängerzone entlang. Hier sind nette, kleine Cafés und Restaurants. Und das „Krumme Haus“, ein neueres Haus, das aussieht, als wäre auf einem Bild die Farbe verlaufen.
Im Rennwagen zurück
Nach zwei Stunden bestellen wir uns dann einen Uber zurück zum Schiff. Auch das ist wieder völlig problemlos, nur ist der Abholpunkt mitten in einer Baustelle und wir müssen erst einmal schauen, wo der Wagen nun ankommt. Finden wir aber und so geht es wieder mit Schwung zurück zum Schiff. „Mit Schwung“ ist das richtige Wort, denn obwohl der Verkehr deutlich dichter ist und wir deshalb etwas länger brauchen, hat der Fahrer wann immer es sich anbietet einen Gasfuß, der eine Achterbahn-ähnliche Beschleunigung ermöglicht. Muss wohl im ersten Leben Taxifahrer gewesen sein.
Um 15:30 Uhr sind wir dann wieder an Bord und direkt in der AIDA Bar zu einem Latte Macchiato. Danach ist noch etwas Qualitätszeit zum Lesen oder Reiseberichte schreiben in der Kabine.
Bekanntlich liest AIDA die Reiseberichte mit und so hängt heute ein Schild an der Balkontür, dass frisch gestrichen ist und wir uns nicht beschmieren sollen. Oh, denken wir, wir haben ja den Handlauf beklagt, jetzt wird der doch schon gestrichen. Ist er aber nicht, eigentlich können wir gar nicht erkennen, was gestrichen ist.
Und wieder ein Glücksrad
Natürlich sind wir wieder Punkt 18 Uhr im Marktrestaurant. Weil gleichzeitig Auslaufen ist, ist es nicht sehr voll und wir schaffen es, problemlos an die Buffets zu kommen.
Bis zur Show ist noch Zeit und eigentlich wollen wir dafür in der AIDA Bar noch einen Cocktail trinken.
Aber da schlägt das Schicksal (oder genauer AIDA) wieder zu und baut einfach das Glücksrad im Shop auf. Jeder muss drehen und Jürgen schafft es endlich, die maximale Prozentzahl von 15% Rabatt zu erdrehen. Wovon besonders die beste Ehefrau von allen und Oma profitieren, weil Oma einen Ring ausgibt und selbst Ohrringe findet.
Aber auch ein schneller Cocktail geht dann noch vor der Show.
Falls der geneigte Leser über das Wort „Show“ stolpert: Wie oft hatten wir beklagt, dass es zu wenig Shows gibt und nun gibt es schon den dritten Tag in Folge eine Show. Und das auf einer Kurztour!
Die Queen-Show „I Want It All“ ist wieder total schön mit super Stimmen und kraftvollen Tänzen.
Die nächste Etappe sind 364 Kilometer bis Rønne / Bornholm.
ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT
GALERIE FOLGT
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