Kurzreise nach Danzig & Bornholm ab Warnemünde mit der AIDAmar, Rønne / Bornholm 18.04.26
Einen Mietwagen bekommen wir nicht mehr und so machen wir einen Bummel durch die hübsche kleine Hafenstadt Rønne auf der sonnenreichsten dänischen Insel Bornholm. Die Stadt gefällt uns gut und Sonne haben wir auch. Den Abschluss genießen wir mit einem butterzarten Filet, mit der täglichen Show und mit Kofferpacken.
Bilder folgen hier in Kürze
Kurzreise nach Danzig & Bornholm ab Warnemünde
AIDAmar 2026
Genau wie bei der Kurzfahrt vor einem Jahr sind wir jetzt wieder in Dänemark. Aber nicht auf dem Festland, sondern auf der Insel Bornholm. Weit weg vom dänischen Festland, immer noch in Höhe von Polen und deutlich näher an Schweden als an Dänemark.
Bornholm ist die östlichste dänische Insel. Sie ist 30 km breit und 40 km lang. Und so interessant, dass sich eine Autofahrt über die Insel lohnt.
Hierfür sind wir leider zu spät gekommen, wir konnten keinen Mietwagen mehr ergattern. Die Anzahl der Mietwagen auf der Insel ist halt begrenzt. Schade, aber so bleibt uns dann noch ein Bummel durch die Stadt. Und das machen wir heute.
Irgendwoher muss die Energie ja kommen
Vor unserem Balkon werden Windkraftanlagen für Offshore-Windparks gebaut.
Es gibt ja Menschen, die finden diese Windmühlen hässlich. Aber in Wirklichkeit ist das nur eine Frage der Sichtweise. Irgendwie müssen wir Energie gewinnen, und dann ist nur die Frage, welches das kleinste Übel ist. Sind das Kohlekraftwerke mit ihren Abgasen und den großen Tagebauflächen, die riesige Gebiete zerstören? Oder Gaskraftwerke, die uns in Abhängigkeit von Diktatoren weltweit halten? Oder sind es Kernkraftwerke, die zwar keine Abgase haben, aber bei denen es immer wieder den Verdacht erhöhter Krebsraten in der Umgebung gibt und wir bis heute kein Endlager für radioaktive Stoffe haben, weil dies Zeug einfach niemand vor der Haustür haben will?
Dann empfinden wir zumindest diese Windkraftanlagen als den kleinsten Eingriff in die Natur und sie machen uns deshalb ein positives Gefühl.
Und tatsächlich schafft es Dänemark mit vor allem Windkraft, aber auch Solarstrom, an vielen Tagen des Jahres komplett energieautark mit erneuerbaren Energien zu sein.
Mit dem Shuttle in die Stadt
Zuerst gehen wir wieder zum Frühstück ins Rossini, das wieder ausgesprochen lecker und gemütlich ist. Nach der üblichen Kaffee-Durchlaufzeit haben wir uns um 13 Uhr zum Spaziergang verabredet.
Der Hafen von Rønne wurde umgebaut, so dass jetzt Kreuzfahrtschiffe gut anlegen können. Vom Pier aus geht es entweder in 20 Minuten zu Fuß, oder mit kostenlosen Shuttle-Bussen zur Stadt. Der Fußweg ist nicht sehr attraktiv, immer vorbei an Brachflächen und Beton. Mit dem Bus sind es fünf Minuten zum Hafenausgang.
Diesem nehmen wir und gehen dann von hier in wenigen Schritten in die Stadt.
Eine wirklich hübsche kleine Stadt
Rønne ist eine kleine hübsche und gepflegte Stadt, mit vielen kleinen Häusern, die dicht an dicht stehen und Straßen mit Kopfsteinpflaster. Ein Marktplatz, an dem viele Menschen in Cafés sitzen. Der überwiegende Teil dürften AIDA-Kreuzfahrer sein. Durch eine kleine hübsche Fußgängerzone gehen wir einmal hin und wieder zurück.
Auf der anderen Seite des Marktplatzes geht es durch Gässchen zur Nikolaikirche. Diese soll sehr sehenswert sein, ist aber im Moment nicht geöffnet.
Von der Kirche aus können wir wieder zum Hafen gucken und schließlich auch zum Hafen gehen.
Die Stadt gefällt uns gut, allerdings ist hier auch nicht viel mehr zu sehen. Opa stellt fest, dass die Stadt ja aussieht wie in Dänemark. Ja, man könnte meinen, dass wir in Dänemark sind, und so ein Zufall, wir sind ja auch in Dänemark. Was Opa meint ist, dass die Stadt aussieht wie auf dem dänischen Festland, wie wir das aus Blokhus in Nordjütland kennen. Und damit hat er Recht.
Strand gibt es auch auf beiden Seiten der Stadt, aber so weit will keiner gehen. Am Ende sind wir zwei Stunden durch die Gassen geschlendert, und das war schön, und das reicht dann auch.
Immer Sonne
Bornholm gilt als die sonnenreichste Region Dänemarks und trägt den Beinamen „Sonneninsel“. Heute hat das schon mal geklappt: Wir haben die ganze Zeit wunderschöne Sonne bei 14°C.
Und so empfiehlt sich Bornholm durchaus auch einmal für einen längeren Urlaub. Und dazu, einfach am Marktplatz zu sitzen und einen Kaffee oder ein Softeis zu genießen.
Zum Glück (sagt Opa) sind wir pünktlich zum Kaffeetrinken wieder zurück an Bord und machen das in der AIDA Bar.
Im Anschluss drehen wir noch eine Runde über Deck, um die Stadt noch einmal von oben zu sehen.
Bis zum Abendbrot haben wir dann noch Qualitätszeit zum Lesen oder Reisebericht schreiben in der Kabine.
Noch ein butterzartes Filet
Wie gestern hat es der Kapitän eilig und schon vor der Zeit legen wir ab. Das hat den Vorteil, dass wir den ersten Teil des Ablegens noch vom Balkon aus sehen können, den Rest dann beim Einlaufen im Buffalo Steak House. Denn zum Abschluss gönnen wir uns noch ein butterzartes Filet und ruhiges Essen mit netten Kellnern.
Natürlich sind wir zum Sekt-Buffet um 20:50 Uhr pünktlich im Theatrium. Wir wundern uns, dass es dabei keine Verabschiedung gibt, die kommt dann aber noch nach der Show.
Jeden Abend Show
Gestern habe ich schon bemerkt, dass es hier ungewöhnlich viele Shows gibt, nachdem wir oft einen Show-Mangel beklagt haben. Und tatsächlich gibt es auch heute wieder eine Show. Bei einer Kurztour jeden Abend eine Show, das ist wirklich ungewöhnlich. Und schön.
Diesmal „Ciao, Italia!“, die Show mit den Italo-Hits, die noch recht neu an Bord ist. Die Bühne fällt dabei weiterhin aus und bleibt fest hochgefahren, was aber dem Publikum bei der Choreographie nicht auffällt.
Danach verabschiedet sich die Crew in gewohnter Manier mit Fahnenschwenken.
Und wir verabschieden uns mit einem Cocktail bei Live-Musik von der AIDA Bar.
Und danach bleiben nur noch das Kofferpacken und das Rausstellen des Koffers vor die Tür.
Die letzte Etappe sind 231 Kilometer bis Warnemünde.
ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT
GALERIE FOLGT
Sie haben Fragen oder Kommentare? Gerne mit uns teilen!