Südafrika mit La Réunion & Mauritius 2 mit der AIDAstella, Le Port / La Réunion 15.02.26
Nach dem Schock vom letzten Mal sind wir vorgewarnt und achten auf das Hai-Netz. Dann ist der Strand schön und das warme Wasser herrlich. Jeder am Strand beneidet uns und wir genießen es. Der Abend steht dann bereits ganz im Zeichen des Farewell.
Bilder folgen hier in Kürze
Südafrika mit La Réunion & Mauritius
AIDAstella 2026
Blackbeard ist wieder da. Ich hatte ja berichtet, dass der Kellner, der den besten Überblick hat, nun einige Tage nicht da war.
Und nun wissen wir auch warum: er hatte strenge Bettruhe, weil er sich bei einer Veranstaltung den Fuß gebrochen hat. Und trägt eine Orthese und rennt hier wieder rum. Das ist Einsatz!
Die Seetage sind nun vorbei, und heute ist wieder ein Landtag. Wir haben aber noch etwas Zeit, unser Ausflug beginnt erst mittags.
Wir haben den Lachs verbraucht
Deshalb genießen wir heute noch einmal das Frühstück ganz ausführlich. Aber wir haben an den letzten Tagen einfach zu sehr zugeschlagen: der Koch hat nur noch wenig Lachs für uns.
Da passt es gut, dass wir nach dem Anlegen beim Frühstück beobachten, wir eine Ameise einen Container direkt vor das Schiff stellt. Und noch zweimal wiederkommen muss, bis der Container so steht, dass er entladen werden kann. Da dürften ein paar Lachse für die nächsten Tage drin sein.
Irgendetwas geht aber bei der Übermittlung schief: statt Minutensteak gibt es heute Bircher Müsli. Auch schön.
Die Eier passen dafür auf den Punkt. Schon das zweite Mal hier…
Zur Vorbereitung gehört heute wieder, ganz viel Sonnencreme und Mückenspray aufzutragen. Malaria gibt es hier nicht, wohl aber Dengue. Und die Sonne wird wieder heiß heute.
Ein bisschen Zeit haben wir noch auf dem Balkon und beobachten, wie gegenüber ein Containerschiff beladen wird.
Wir liegen diesmal anders als beim letzten Mal. Vor 2,5 Jahren waren wir für 2 Tage auf La Réunion. Damals lagen wir ein Kai weiter vor einer Chemie-Fabrik.
Da war doch was mit den Haien
Der geneigte Leser erinnert sich vielleicht an unseren letzten Besuch hier. Damals haben wir hier nichtsahnend gebadet und waren völlig geschockt, als wir plötzlich gelesen haben, dass es hier Hai-Angriffe gibt. Mancher Leser hat dann kommentiert, dass wir uns da ja vorher selbst mal informieren könnten, und das ist wahr.
Damals haben wir aber auch kritisiert, dass AIDA vor allem möglichen warnt, aber hier keinen Hinweis auf Haie gibt mit der Empfehlung, dass man nur schwimmen sollte, wo ein intaktes Hai-Netz ist.
Leider ist es diesmal nicht anders: wieder kein Wort von AIDA. Lediglich der Lektor weist darauf hin, dass hier ein Risikogebiet für Hai-Angriffe ist. Das Risiko ist immer noch deutlich kleiner, als bei einem Autounfall getötet zu werden. Das interessiert aber diejenigen, die hier zu den 1-2 Opfern pro Jahr gehören, eher weniger.
Wir wissen das jetzt jedenfalls und werden nur da baden gehen, wo ein intaktes Hai-Netz ist.
Strand statt Regenwald
Nun ist La Réunion keine typische Strandinsel. Es gibt natürlich Strände, aber der Schwerpunkt hier liegt auf grüner, saftiger Natur mit Regenwald und Wasserfällen zwischen Vulkankratern. Aber zufällig kennen wir ja so einen Strand mit Hai-Netz, und zwar den Stand von St Gilles, wo wir auch letztes Mal waren.
Das ist unser Ziel und damit der erste Stand überhaupt auf dieser Reise.
Welch ein Unterschied zur Karibik, wo wir fast täglich an einem Stand waren.
Rechtzeitig vor unserer Abfahrt um 13 Uhr sind wir am Bus. Zeigen vorher natürlich den Personalausweis, der wie angekündigt genau kontrolliert wird.
Mitten in Europa
Auf La Réunion sind wir plötzlich in Europa. La Réunion ist nicht irgendwie ein französisches Anhängsel, sondern ein richtiger Teil von Frankreich. Damit ist die Tricolore die Flagge der Insel und Paris die Hauptstadt.
Dass wir in Europa sind, bedeutet auch, dass wir europäisches Netz haben und zum ersten Mal alle die Handys einschalten können, ohne an die Kosten zu denken.
Und dass wir uns mit Personalausweis ausweisen können. Und müssen, denn La Réunion gehört zwar zur EU, aber nicht zum Schengen-Raum, weshalb es Passkontrollen gibt.
Aber auch an Nicht-Europäer ist gedacht. AIDA hatte ja in Durban alle Pässe eingesammelt. Wer nun nicht Europäer ist oder wer seinen Personalausweis nicht dabei hat, der kann sich den Reisepass abholen, muss ihn heute Abend aber wieder zurückgeben, der wird wieder für die Anmeldung auf Mauritius gebraucht.
Am Strand von Saint Gilles les Bains
In 45 Minuten geht es jetzt nach Saint Gilles les Bains. Diesmal aber eine andere Strecke, nämlich nicht auf der Schnellstraße, sondern an der Küste entlang.
Die Straße ist in den Fels hineingehauen und teilweise vor den Fels über dem Wasser gebaut.
Wir kommen an felsigen Stränden vorbei, fahren unterhalb von Felsen, bei denen Steinschlaggefahr besteht, fahren durch hübsche kleine Dörfer.
Schließlich kommen wir am Aquarium an, das wir letztes Mal besucht hatten.
Genau wie letztes Mal gehen wir über eine Holzbrücke über die Zufahrt zur Marina.
Auf der anderen Seite können wir einer kleinen Straße folgen und damit seitlich an den Strand kommen, oder von der Holzbrücke über eine Wendeltreppe nach unten auf die Kaimauer gehen und von dort direkt auf den Strand gelangen.
Wir machen hin das eine und zurück das andere.
Der Strand liegt hoch über dem Meer. Letztes Mal nicht hoch genug, die Wellen hatten es geschafft, die Handtücher zu überschwemmen. Das passiert heute nicht, die Wellen sind deutlich ruhiger.
Damals haben wir uns sehr darüber geärgert, dass viele Gäste ihre nassen Handtücher einfach hier am Strand zurückgelassen haben. Ist ja nicht deren Eigentum.
Das verhindert AIDA nun seit einiger Zeit, denn die Handtücher gibt es nur gegen Handtuch-Karte und wer am Schluss nicht Karte oder Handtuch zurückgibt, muss dafür zahlen.
Alle beneiden uns
Wir legen uns heute nun direkt an die Schräge zum Meer, kann ja nichts passieren. Und auch in anderer Hinsicht nicht: das Hai-Netz ist sichtbar gespannt.
Der Sand ist etwas grobkörniger und sehr heiß durch die pralle Sonne.
Schatten gibt es hier überhaupt nicht.
Alle beneiden uns. Sicher, hier sind einige, die haben auch diese Sonnenschirme mit einem Anker, den man in den Boden schrauben kann, so wie wir. Dieser Schirm hat uns ja so manchen Schatten in der Karibik gespendet. Ja, so einen haben wir auch. Und der liegt zu Hause.
Hier sind es nur Einheimische, die mit diesen Schirmen an den Strand kommen. All die vielen AIDA-Gäste mit ihren geldweißen Handtüchern hier am Strand haben nichts.
Aber wir haben etwas: wir sind die einzigen am gesamten Strand, die einen Regenschirm haben. Nein, es regnet nicht, den ganzen Tag nicht, aber die Sonne scheint ununterbrochen prall auf uns herab bei 32°C. Und wir haben den Regenschirm. Und kein anderer hat so einen Regenschirm. Und wir hören, wie andere sich darüber unterhalten, was das für eine gute Idee ist.
Da ein Regenschirm naturgemäß keinen Anker hat, ist es an uns, ihn festzuhalten. Da hat es den Vorteil, dass er nicht so riesengroß ist, sondern nur unser kleiner Regenschirm, der lässt sich auch bei dem Wind hier gut halten. Und gibt Schatten für Kopf und Oberkörper. Für den Rest haben wir ein zusätzliches Handtuch aus dem Bad mitgenommen. Und so schaffen wir es, den sonst vorprogrammierten Sonnenbrand zu vermeiden.
Das Wasser ist fast so warm wie die Luft
Natürlich springen wir ins Wasser. Gleich dreimal in den 3 Stunden, die wir hier Aufenthalt haben. Der Einstieg ins Wasser geht über Kiesel, die zum Glück rund und glatt sind.
Das Wasser ist fast so warm wie die Luft, deshalb ist Hineingehen ganz einfach. Und doch so erfrischend!
Aber es ist erschreckend, wie schnell die Zeit am Strand vergeht. Wir gehen früh genug los, so dass wir noch etwas im Schatten sitzen können und erreichen dann gleichzeitig mit unserem Bus den Haltepunkt.
Zurück geht es die gleiche Strecke wie hin. Vor uns sitzt unser Guide und wir sehen, wie ihr immer wieder der Kopf zur Seite fällt, so geht es mir ja immer im Flugzeug. Hier heißt es, jede freie Minute für ein kleines Power-Napping zu nutzen.
Kontrolle am Hafen
Am Hafen ist es die gleiche Prozedur wie letztes Mal: wir müssen alle aussteigen, gehen durch eine Kontrollstation und auf der anderen Seite steigen alle wieder ein. Einige fühlen sich hier veräppelt, weil in der Kontrollstation nichts ist, außer dass wir einmal die Bordkarten vorzeigen müssen. Tatsächlich war es aber letztes Mal so, dass hier stichbodenartig die Taschen kontrolliert wurden, unter anderem ja auch bei mir.
Zu Fuß darf man nicht durch den Hafen gehen, aber von diesem Kontrollpunkt zum Schiff fährt regelmäßig ein Shuttle-Bus für alle, die individuell über die Insel ziehen.
An Bord heißt es dann, das erste Mal auf dieser Reise: Entsanden und entsalzen.
Danach machen wir uns den Spaß, den wir in East London angekündigt haben und schicken das Bild des dort fotografierten, angebissenen Surfbretts nach Hause mit den Worten: „Wir haben das mit den Haien nochmal überprüft. Es geht uns aber gut“.
Komischer Weise glaubt uns das keiner. Nicht wegen der Haie, sondern den Gedanken, dass wir auf einem Surfbrett stehen könnten.
Ja, unsere sportliche Seite wird völlig unterschätzt. So haben wir auf jeder Fahrt unser Sport-Outfit mit. Das dann im Koffer liegen bleibt.
Heute bereits Farewell
Der Abend steht ganz im Zeichen von Farewell. Eigentlich ist das viel zu früh, denn die ersten werden erst in zwei Tagen gehen. Und die nächsten in drei Tagen.
Aber heute ist das letzte Auslaufen. Die nächsten Tage werden wir auf Mauritius sein und da wird es so sein, dass viele abends noch unterwegs sind. Deshalb machen keine größeren Abendveranstaltungen Sinn und deshalb ist heute schon für alle Farewell.
Das fängt im Restaurant an. Dadurch, dass wir nicht pünktlich um 18 Uhr im Restaurant sind, sondern erst eine Stunde Später, finden wir nicht unseren üblichen Tisch. Aber wir sind froh; überhaupt einen Tisch zu finden, oft ist das ja eine große Sucherei. Heute nicht, viele sind offensichtlich noch auf dem Schiff unterwegs.
Farewell bedeutet hier immer Ente und Spargel, darauf haben wir uns schon gefreut und das ist wirklich lecker.
Das Auslaufen verschiebt sich etwas, weil der Lotse später kommt. So legen wir erst um 20 Uhr ab. Da sollte die Show beginnen, diese verschiebt sich zwangsweise, weil die Brücke die Auslaufmelodie auch im Theatrium abspielt. Oder erst als diese beendet ist, kann die Show beginnen.
Heute gibt es die Rockshow „I want it all“, wie immer mit gewaltigen Stimmen und mit starken Tänzen.
Danach verabschieden sich wie üblich Kapitän, Hotel- und Entertainment-Manager. Das ist manchmal etwas dröge und deshalb nicht immer ein fester Programmpunkt bei uns, aber wie alles auf dieser Reise wird auch das heute sehr fröhlich und manchmal auch ganz rührend.
Und natürlich gibt es das kostenlose Sekt-Buffet.
Die letzte Etappe sind 254 Kilometer bis nach Port Louis.
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GALERIE FOLGT
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