Südafrika mit La Réunion & Mauritius 2 mit der AIDAstella, Port Louis / Mauritius 16.02.26

Es hat sich gelohnt, zweieinhalb Jahre zu warten. Die Ȋle Des Deux Cocos ist eine wunderschöne Insel, wie sie auch auf den Seychellen sein könnte. Wir genießen 5 Stunden am Strand, im Wasser und beim Barbecue, die viel zu schnell vergehen. Und haben so den ultimativen Vergleich der Privat-Inseln.


Bilder folgen hier in Kürze

Südafrika mit La Réunion & Mauritius
AIDAstella 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

Punkt 6 Uhr sind wir die Allerersten beim Frühaufsteher-Kaffee im Best Burger @ Sea. Das ist das erste Mal und auch das einzige Mal auf dieser Reise, dass wir das in Anspruch nehmen. Beim letzten Mal in Durban hatten wir noch Glück, dass die Restaurants so früh geöffnet hatten. Das ist heute leider nicht so.

Aber es nützt nichts, unter Beachtung der Kaffee-Durchlaufzeit und der sehr frühen Ausflüge muss das heute mal so sein.

Dabei hören wir über uns immer mal ein Getrappel, das uns ein schlechtes Gewissen macht. Das sind die Jogger, die jetzt schon unterwegs sind.

Aber auch in den Whirlpools sitzen schon Gäste. Und die ersten sind extra so früh auf, um sich Liegen am Pool zu reservieren.

Statt exklusivem Frühstück gibt es heute nur trockene Croissants und Kaffee. Reicht auch mal.

Währenddessen fahren wir auf Mauritius zu. Von Ferne können wir schon verschiedene Bergkegel sehen. Hier bei uns ist es trocken, aber in der Ferne können wir auch Regengebiete sehen.

Diese Zeit nutzen wir natürlich wieder für Sonnen- und Mückenschutz.

Der Schulbus und der Torpfosten

Natürlich gehen wir wie immer zeitig los. Unser Bus steht heute ganz ganz hinten auf dem Parkplatz. Schon alleine der Weg dorthin durch die pralle Sonne mit 27°C und schwüler Luft bringt uns zum Schwitzen.

Den Bus kennen wir schon vom letzten Mal: ein alter Schulbus. Alt trifft es, dann so sind Sitze und alles in Ordnung, aber der Bus klappert an jeder Bodenwelle.

Mit diesem Bus geht es jetzt in einer Stunde über die Insel Richtung Süden zur Blue Bay. Dass wir nur eine Stunde brauchen, liegt daran, dass hier heute ein Feiertag ist. Wir haben nicht genau verstanden, welcher, denn eigentlich ist morgen der große Feiertag, nämlich das chinesische Neujahrsfest, das hier ausgiebig gefeiert wird.
Aber nun ist auch heute hier alles dicht und deshalb sind die Straßen frei. Wie gut wir durchkommen, sieht man allein daran, dass wir direkt am Flughafen vorbeifahren. Als wir vor 1 Jahr hier abgeflogen sind, haben wir alleine für die Strecke zum Flughafen schon fast zwei Stunden benötigt.

Während der ganzen Fahrt erzählt uns ein einheimischer Guide etwas über die Insel. Was genau, kann ich gar nicht sagen, denn das Englisch ist irgendwie gar nicht so gut zu verstehen und seine Stimme wirkt sehr einschläfernd, so dass wir alle Mühe haben, nicht einzunicken. Das kann natürlich auch mit dem frühen Aufstehen zusammenhängen.

Nach einer Stunde kommen wir an einer Toreinfahrt an. Dies ist die Zufahrt zu dem Steg, mit dem man dann mit einem Boot zur Ȋle Des Deux Cocos übersetzen kann.

Diese Toreinfahrt ist etwas eng, und unser Busfahrer nimmt sie auch zu eng. Plötzlich ertönt von hinten im Bus ein Schrei, der Busfahrer hat es geschafft, eine der Scheiben mit dem Torpfosten zu zersplittern. Es wird aber zum Glück niemand verletzt.

Interessanterweise schafft der zweite Bus, der zu unserem Ausflug gehört, genau dasselbe. Mit viel hin und her schaffen es dann die Busfahrer aber tatsächlich durch das Tor zu kommen. Wir müssen einfach nur weit ausholen und dabei einmal bis in die Zuckerrohrplantage hineinfahren

Schnellboot zur Insel

Apropos Zuckerrohr: Mauritius ist sehr grün. Wir sehen unterwegs Palmen, wir sehen Felder auf denen Zuckerrohr angebaut wird.

Nun hätten die Fahrer uns aber auch direkt am Tor rauslassen können. Die 300 Meter bis zum Steg hätten wir auch zu Fuß gehen können.

Es liegen bereits kleine Boote bereit, die uns dann zur Insel rüberbringen. Diese Boote sind als Glasbodenboote konstruiert, so dass man in der Mitte auf den Grund sehen kann. Diese Boote nutzt man dazu, dass man zwischendurch einmal eine Fahrt zum Riff unternehmen kann.

In weniger als 10 Minuten bringt uns das Boot zu einem Steg auf der Insel. Hier werden wir mit einem kühlen Glas empfangen. Dann können wir uns Liegen aussuchen, davon stehen reichlich im Schatten oder Halbschatten bereit.

Rote Flagge im Sand

Wir nehmen eine Liege direkt an einer großen Sandfläche. Die Brandung des Meeres trifft von der anderen Seite auf die Insel und hier im Strömungsschatten hat sich diese Sandfläche gebildet. An den Seiten liegen überall Korallenbruchstücke. Hier kann man gut liegen, aber so schön ist das an dieser Stelle dann noch nicht.

An anderen Stellen direkt am Wald. Ist das Ufer 1 Meter über der Wasseroberfläche, teilweise hübsch hochgemauert.

Nun sind wir zunächst irritiert, denn an dieser Sandfläche weht eine rote Fahne und es steht ein Schild, dass das Schwimmen hier gefährlich ist.

Aber ein Blick auf die Lagekarte der Insel zeigt, dass auf der anderen Seite des Stegs, an dem wir angekommen sind, ein Strand ist, an dem man ungefährdet baden kann.

Flaches, warmes Wasser

Das probieren wir gleich mal aus:
Tatsächlich ist da ein kleiner, sehr schöner sandiger Strand, an dem keine Liegen sind, die Liegen sind alle oberhalb von hier. Es geht sehr flach ins Wasser, zunächst aber auch wieder über Korallenbruchstücke, die manchmal auch ein bisschen spitz sind. Das Mitbringen von Badeschuhen wurde empfohlen, es geht aber auch ohne.

Das Wasser ist herrlich warm, weil es hier so flach ist. Das Reingehen ist von daher überhaupt kein Problem. Aber das Flache ist das Problem, es gelingt uns überhaupt nicht, an eine Stelle zu kommen, bei der wir nicht den Grund berühren würden. Dass die ganze Strecke fast bis zum Festland so flach ist, das sah so schon in dem Glasboden-Boot aus, mit dem wir eben hergefahren sind.

Aber natürlich ist trotzdem Schwimmen oberhalb des Grundes möglich und so genießen wir das natürlich ausführlich.

Zwischendurch wird aufgerufen, zu einer Fahrt mit dem Glasbodenboot und der Möglichkeit, dort auch zu schnorcheln. Das ist uns nun zu hektisch, wir sind gerade erst angekommen und dann soll es gleich schon wieder die nächste Attraktion geben.

Außerdem konnten wir schon auf der Fahrt hierher sehen, dass die Korallen alle bleich sind und es kaum Fische gibt. Das scheint uns nicht so interessant zu sein.

So legen wir uns lieber in unseren Halbschatten auf die Liege, lesen ein gutes Buch, dösen immer wieder etwas ein und gehen zwischendurch Baden. Das ist wirklich herrlich.

Leckeres Barbecue

Zwischendurch gibt es ein Barbecue, auch das gehört zu dem Ausflug. Ein bisschen scheu sind wir, denn so etwas hatten wir vor zweieinhalb Jahren auf einer anderen Insel auf Mauritius und danach ging es mir schlecht. Ich gehe allerdings immer noch davon aus, dass das eher noch aus Madagaskar stammt.

Das Barbecue ist dann auch ausgesprochen lecker. Das Fleisch wird frisch gegrillt, Salate, Reis, Gulasch, und vieles andere ist vom Festland hier rüber geschafft worden. Das scheint alles dem westlichen Geschmack angepasst zu sein, denn selbst wenn da dran steht, dass es scharf ist, ist das für uns kein Problem. Dabei essen wir sonst nie scharf. Nur wärmer könnte das Essen sein.
Doch, das ist insgesamt ein sehr schönes Essen, zudem noch begleitet von einem Pärchen aus Österreich und einem aus Sachsen, die mit uns am Tisch sitzen. Eine nette Runde.

Eine wunderschöne Insel

Danach ist die Zeit schon bald um, und deshalb wird es Zeit, dass wir noch einmal einen Rundgang über die Insel machen. Ganz herum könnte man vielleicht gehen, das trauen wir uns aber nicht, weil wir nicht genau wissen, wie groß die Insel ist und ob wir das rechtzeitig schaffen. Aber wir gehen zu beiden Seiten unseres Lagerplatzes und das ist wirklich wunderschön. Wie beschrieben, ist es vor der Insel sehr flach, aber man sieht in der Ferne, wie Wellen auf ein Riff treffen. Dort dürfte es dann tiefer werden. Dazu der weiße Sand oder Felsen im Vordergrund, die Bäume unter den wir stehen. Ein wirklich schönes Bild. Das zu beschreiben gar nicht so einfach ist, zum Glück mache ich ein paar Bilder.

Direkt am Steg sind kleine Hütten aufgebaut mit großen Segeltüchern als Sonnenschutz. Hier gibt es das Barbecue, aber auch eine Bar und Toiletten sind hier. Und eine Villa, die man vermutlich mieten kann.

Der ultimative Vergleich der Privat-Inseln

Wenn ich eben geschrieben habe, dass wir das letzte Mal auf einer anderen Insel waren, ist dies die beste Gelegenheit, die beiden Inseln auf Mauritius zu vergleichen

Das wollten wir ja schon vor zweieinhalb Jahren machen, da standen die Île aux Cerfs und die Ȋle Des Deux Cocos, zu der wir heute fahren, fest auf dem Programm. Und ich war sehr traurig, weil es mir nicht gut ging und wir den Ausflug absagen mussten.

Heute hat das nun geklappt, und wir sind sehr froh darüber, denn dieser Ausflug gefällt uns ausgesprochen gut.

Vor zweieinhalb Jahren waren wir auf der Île aux Cerfs, so wie heute eine Privatinsel, die ein bisschen weiter nördlicher liegt als die Insel heute. Zu beiden hat man nur kostenpflichtig Zutritt.

Es war genauso, dass wir Liegen unter Bäumen hatten und dass es zwischendurch dann ein Barbecue gab.

Aber diese Insel heute ist um Längen schöner, als die damals. Der Hauptgrund ist, dass nur wir mit den beiden AIDA Bussen hier sind und noch eine ganz kleine Gruppe eines anderen Ausflugs. Das verteilt sich sehr gut über diesen Teil der Insel.

Auf der Île aux Cerfs war so, dass immer wieder Boote mit Gästen kamen, nicht nur AIDA-Ausflüge, sondern auch von anderen Anbietern wie Get Your Guide.
Das war dann deutlich voller und unruhiger.

Auch das Baden ist hier schöner, während man dort in einer Art riesiger Badewannen-Lagune gebadet hatte, ist es hier das offene, wenn auch sehr flache Meer.

Nein, dass es damals schlecht war, das kann man auch nicht sagen, aber heute gefällt es uns noch einmal deutlich besser und hier würden wir wieder hinfahren.

Neue Busse zurück

Und hätten heute auch gerne mehr Zeit gehabt.
Der Ausflug geht insgesamt 7 Stunden. Davon sind im günstigsten Fall, wie bei uns jetzt zwei Stunden Fahrt und so haben wir nur 5 Stunden auf der Insel, von denen ein Teil das Barbecue in Anspruch nimmt und natürlich die Fahrten mit dem Boot.

Ja, auch da ist mir klar, dass es Menschen gibt, denen 5 Stunden schon wieder zu lang sind. Das merken wir hier, dass einige kaum auf der Liege liegen können, sondern gleich wieder aufspringen und irgendeine Aktivität machen müssen. Was hier möglich ist, es gibt Felder für Fußball, Bogenschießen und Schach im Wald.

Zurück geht es den gleichen Weg wie hin, nur das wir noch einen kurzen Stopp am Flughafen machen. Irgendwie haben wir ein Pärchen aufgegabelt das dringend zum Flughafen muss.

Die Busse sind auch ausgetauscht, wir haben wieder stabile Fenster. Klappern tun die aber genauso wie die vorher auch.

Viel Zeit bis zum Abendbrot

Da wir heute Mittagessen bekommen haben, haben wir es überhaupt nicht eilig mit dem Abendbrot. Deshalb haben wir heute Zeit genug, auch so spät noch einen Latte Macchiato im Café Mare zu trinken. Und auch ein paar der mitgebrachten Kekse passen noch rein.

Danach beginnt das übliche Ritual des Entsandens und Entsalzens. Das zweite Mal auf dieser Reise und leider auch schon das letzte Mal. Das bedeutet auch, dass wir den Rucksack einer gründlichen Reinigung unterziehen müssen, denn den brauchen wir wieder für den Rückflug.

Ja, auch heute denken wir leider schon an den Rückflug. Das ist für uns zwar immer noch zwei Tage hin, aber AIDA versorgt uns schon mit alle nötigen Informationen dazu und auch ein Abschiedsgeschenk liegt schon in der Kabine. Das ist sicherlich der Tatsache geschuldet, dass die Hälfte der Abreisenden schon morgen losfliegen wird.

Und dabei fällt uns siedend heiß ein, dass alle Abreisenden heute in der AIDA Bar die Pässe abholen müssen, sonst stehen wir am Flughafen dumm da.

Ein bisschen können wir noch den Balkon genießen, auch wenn die Sonne hier voll rauf scheint, in einer kleinen Ecke gibt es etwas Schatten.

Ein Rätsel bleibt noch: als wir vorhin losgegangen sind, da stand auf dem Pier ein Bett. Und in dem Bett hat Dennie geschlafen. Ich bin mal gespannt, ob er uns heute Abend erzählen wird, dass ihn seine Kollegen schlafend vor die Tür gestellt haben. Theoretisch wäre so etwas denkbar, denn auch er wird morgen das Schiff verlassen.
Erklärt er nicht, aber er erzählt, dass er seine Kabine bereits für seinen Nachfolger geräumt hat.

Abendbrot gibt es heute im Bella Donna Restaurant und erstaunlicher Weise passt schon wieder etwas rein.
Eine große Show gibt es nicht mehr, wir sehen deshalb noch einmal die letzte Prime Time von Dennie im Theatrium.

Auch morgen sind wir noch in Port Louis.

ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT

GALERIE FOLGT

Der Lohn des Schreibens ist das Lesen. Das Kommentieren. Besonders das Teilen auf Blogs und Netzwerken!
Bisher keine Bewertungen
Mit Hai-Netz ist alles gut
An der Caudan Waterfront