Große Skandinavien-Reise ab Kiel mit der AIDAnova, Kopenhagen 14.05.26

Vieles haben wir schon gesehen, aber heute wollen wir auch verstehen, was wir sehen. Deshalb machen wir einen digital geführten Spaziergang durch Kopenhagen. Und sehen alle 3 Schlösser, einen wunderschönen Königs-Garten, Kirchen. Meerjungfrauen und Häfen. Das gefällt und ausgezeichnet und kann nur noch von einen fantastischen Essen im Rossini gekrönt werden.


Bilder folgen hier in Kürze

Große Skandinavien-Reise ab Kiel
AIDAnova 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

Auf dem Weg zur Kabine wollen die Beine nicht tragen. Ob es an dem stundenlangen Marsch durch Kopenhagen liegt oder an der Weinbegleitung im Rossini, bleibt offen.

Und damit habe ich schon die Aktivitäten des heutigen Tages umrissen. Natürlich geht es aber erst einmal mit dem Frühstück im Casa Nova los. Heute ist der Kellner nicht ganz bei der Sache. Meine weichen Eier sind knallhart und die beste Ehefrau von allen bekommt irgendwelche merkwürdigen Bratwürstchen. Aber sonst ist es lecker wie immer.

Viel Zeit in Kopenhagen

Da wir noch über Nacht in Kopenhagen bleiben, müssen wir heute nicht zu einer bestimmten Zeit zurück sein mit der Angst, das Schiff sonst zu verpassen. Deshalb haben wir uns vorgenommen, auf eigene Faust durch Kopenhagen zu laufen. Das aber nicht wie sonst, indem wir uns einfach nur treiben lassen, sondern heute wollen wir richtig etwas sehen.

Wir waren schon mehrfach hier, haben schon eine Rundfahrt mit Hop-on-hop-off gemacht und sind immer wieder am Wasser entlang zum Schloss spaziert. Das ist alles schön, aber nun wollen wir noch etwas mehr sehen. Bei unserer Hop-on-Hop-off-Tour damals konnten wir nicht zwischendurch aussteigen, weil es die Zeit einfach nicht zugelassen hat. Heute haben wir Zeit.

Dafür haben wir einen individuellen Ausflug per App reserviert. Die App StoryHunt hat sich auf Dänemark spezialisiert und führt uns heute durch Kopenhagen. Da wir das über AIDA gebucht haben, brauchen wir noch einen Freischalt-Code für die App

Diesen bekommen wir am Ausflugs-Counter. Gestern Abend hatten wir uns dort schon erkundigt, ob wir zu einer bestimmten Zeit da sein müssen, (so wie es die Ausflugs-Beschreibung suggeriert), uns wurde aber versichert, dass wir dort jederzeit einen Code bekommen können. Nun ist diese Zeit, offensichtlich aber nicht nur für uns, denn vor dem Ausflugs-Counter hat sich eine lange Schlange gebildet. Die auch nur sehr langsam voran kommt. Da wird unsere Geduld schon auf die Probe gestellt, bevor wir überhaupt losgegangen sind.

Nach sehr langer Zeit. Kommen wir irgendwann dran, die Mitarbeiterin tippt im Code ein und nun können wir loslegen. Start dieses Ausflugs ist an der Kleinen Meerjungfrau.

Unbeabsichtigt kostenloser Shuttle

Nun müssen wir dort aber erst einmal hinkommen. Die letzten Male hatten wir Glück und haben stadtnah an der Langelinie gelegen, so dass wir nur aus dem Schiff herausfallen und immer geradeaus bis zum Schloss gehen konnten. Das ist heute anders, sehr zur Freude der Taxi- und Uber-Fahrer (wie uns ein solcher später versichert) liegen wir am entfernten Oceankaj. Den Unterschied der verschiedenen Liegeplätze erkläre ich morgen noch einmal.

Jedenfalls gibt es von hier aus mehrere Möglichkeiten, in die Stadt zu kommen. Der AIDA-Shuttle kostet inzwischen 15 € für ein Tagesticket. Dann gibt es die Möglichkeit, mit dem Linien-Bus aus dem Hafen heraus bis zur Metro-Station zu fahren. Und tatsächlich ist es so, dass hier jede Menge Uber durch Kopenhagen fahren.

Wir entscheiden uns für den Shuttle. Als wir kurz nach 12 Uhr beim Shuttle ankommen, ist wohl gerade Wachwechsel. Alle AIDA Mitarbeiter verlassen das Feld und neue sind nicht zu sehen. Das ist deshalb schwierig, weil es die Shuttle-Tickets einfach mit Bordkarte direkt am Shuttle geben soll. Nun ist aber kein Mitarbeiter mehr da.

Aber jede Menge Shuttle-Busse sind da und die Busfahrer holen uns inzwischen auf eine Gruppe angewachsenen AIDA-Gäste in den Bus und versichern, dass das schon okay sei. Und dann geht es auch direkt los, keiner wollte unsere Karte einlesen. Na dann eben nicht.

Das Ziel des Shuttle ist direkt am Kastellet, kurz vor der Kleinen Meerjungfrau. Von hier starten wir dann auch.

Digitale Stadtführung per App

Die App funktioniert so, dass es je nach Vorliebe, die vorher einzugeben ist, mehrere Hauptziele gibt. In unserem Fall sind es 13 Hauptziele, die uns in einem Bogen durch die Stadt führen. Dazu gibt es jede Menge Nebenziele unterwegs. Zu all diesen Zielen können wir uns Informationen anhören, zumindest für die Hauptziele auch auf Deutsch.

Das lösen wir sehr einfach, indem wir uns Ohrhörer mitgenommen haben. Die beste Ehefrau und ich teilen uns ein Paar, so können wir gleichzeitig den Text hören und trotzdem noch miteinander reden.

Zu jedem der Ziele gibt es einen 5 bis 10 minütigen Text. Am Ende dieses Textes wird eine Quizfrage gestellt. Dadurch hört man tatsächlich genauer hin, denn natürlich wollen wir das Quiz gewinnen. Tun wir auch, am Ende haben wir alle Quizfragen richtig beantwortet. Nur gewinnen tun wir leider nichts außer Informationen.

Das Wetter ist weiterhin herrlich. Wir haben wunderbaren Sonnenschein bei 11°C. Und so macht es Spaß, von einem Ziel zum nächsten zu gehen. Vor Ort suchen wir uns dann eine Bank oder einen großen Stein, um dem Text der App zu lauschen. Das ist sehr informativ und wir sehen eine Menge von der Stadt.

Zwischen den Zielen zeigt die App immer eine Karte mit dem Weg an. Das ist sehr hilfreich und wir finden jedes Ziel auf Anhieb. Die einzige Schwäche der App ist, dass sie unseren Standort immer wieder nicht genau findet. Aber da wir aus einer Generation stammen, in der man noch Landkarten benutzt hat, bevor es Handys gab, finden wir uns zurecht.

So lernen wir nun viel über dänische Geschichte und Mythologie, über Hans Christian Andersen, über kriegerische Könige, über Schlösser und Kirchen, über die deutsche Besatzung. Das ist alles sehr informativ.

Von der Meerjungfrau zu Schlössern

Dabei wandern wir in unserem eigenen Tempo von der Kleinen Meerjungfrau zum Gefion-Brunnen, von dort zum Schloss Amalienborg, dann zur Marmorkirche.

Am bekannten Gasoline-Grill vorbei geht es dann zum wunderschönen Königsgarten.

Hier sind beeindruckende Alleen geschnitten. Überall auf den ausgedehnten Rasenflächen liegen schon Leute und sonnen sich. Am Ende des Parks finden wir dann das Schloss Rosenborg, das wird zum ersten Mal sehen. Daneben ist die Kaserne der königlichen Leibwache.

Weiter geht es zum Runden Turm und dann quer durch die Fußgängerzone zurück Richtung Hafen.

Hier allerdings muss die beste Ehefrau von allen einen Umweg machen, dann natürlich hat auch Kopenhagen ein Hard Rock Café und natürlich müssen wir von dort den Kindern etwas mitbringen. Dieser kleine Umweg macht zwei Kilometer aus. Der gesamte Weg, den die App uns führt, hätte nur knapp fünf Kilometer ausgemacht. Also werden wir am Ende rund 7 km auf dem Tacho haben.

Am Ende der Fußgängerzone sehen wir dann das Schloss Christiansborg und dann geht es weiter über den Neuen Königlichen Platz zu unserem Ziel Nyhavn mit seinem schönen bunten Häusern und den vielen Restaurants.

Doch, das ist ein richtig schöner Spaziergang, bei dem wir viel sehen, und nun auch verstehen was wir sehen.

Zurück mit Uber

Von Nyhavn aus haben wir nur die Möglichkeit, die 1,5 Kilometer am Hafen entlang zur Kleinen Meerjungfrau zurückzugehen und von dort den Shuttle zu nehmen. Oder wir können es etwas bequemer haben und uns direkt hier von einem Uber abholen lassen.
Weil wir heute schon so viel gelatscht sind, entscheiden wir uns für letzteres. Wir setzen uns auf eine Bank und bestellen einen Uber. Das Hinsetzen hätten wir uns aber schenken können, denn keine Minute später ist der Wagen schon da. Und bringt uns direkt zurück zum Schiff. Bei Kosten von gerade einmal 20 €, plus Trinkgeld. Das ermutigt uns erneut, öfter mal ein Uber zu nehmen.

Inzwischen ist es 17 Uhr, mit dem Weg und all den schönen Pausen haben wir tatsächlich viel länger gebraucht als gedacht. Trotzdem schaffen wir noch einen Kaffee in der Lounge, bevor wir uns auf das Abendbrot vorbereiten

Ein fantastisches Menü

Wir haben ja noch einen Essensgutschein, für den wir uns statt den Club-Momenten entschieden haben. Und ein Blick in die Menükarte dieser Woche hatte gezeigt, dass es heute Abend im Gourmet-Restaurant Rossini ein besonders für uns leckeres Menü gibt. Also haben wir noch einmal im Rossini reserviert.

Zu dem Gutschein gehört nicht nur ein 3-Gang-Menü, sondern auch eine Flasche Wasser und eine Weinbegleitung.
So eine Flasche Rosé ist dann doch ganz schön viel für uns, wie wir nach und nach beim Essen merken.

Das Essen ist fantastisch. Beim Gruß aus der Küche vorab merken wir noch mal den Unterschied. Die feste Praline mit Safran drin probiere ich zunächst alleine, das ist okay. Dann esse ich sie aber zusammen mit dem Erbsenpüree, das unter der Praline ist. Und diese Kombination schmeckt unglaublich lecker. Da ist es wieder, die Kombination von Aromen, mit dem im Rossini gespielt wird und weshalb es sich so lohnt, hier zu essen.

Von der Vorspeise bis zum Nachtisch ist das genau unser Ding. Das Essen beginnt mit einem Thunfisch-Tatar mit Avocado und Mango, geht dann über in einen Rinderfilet mit Portwein-Jus und endet mit einer Tonkabohnen-Mousse mit Kirsche, Pistazie und weißer Schokolade. Alles hat wieder eine hervorragende Qualität und schmeckt uns einfach fantastisch. Das hat sich heute wirklich gelohnt und ist ein schöner Abschluss dieses Tages in Kopenhagen.

Beim Kaffee-Trinken hatten wir in der Lounge gesehen, dass auch fürs Abendbrot schon köstliche Leckereien aufgebaut wurden. Aber das schaffen wir nicht mehr. Erstens sind wir nun komplett satt und zweitens haben wir jetzt das Problem, dass ich in den ersten Sätzen schon beschrieben habe:
Die Beine wollen nicht mehr tragen, mag es an dem langen Marsch durch Kopenhagen liegen, mag es auch an der Flasche Rosé im Rossini liegen. Unser Weg führt jedenfalls direkt in die Kabine.

Das Brauhaus hat heute auch Erbarmen mit uns, statt den wahnsinnig lauten Bässen ist heute Karaoke angesagt und das ist zwar nicht schöner, aber leiser.

Auch morgen sind wir noch in Kopenhagen.

ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT

GALERIE FOLGT

Der Lohn des Schreibens ist das Lesen. Das Kommentieren. Besonders das Teilen auf Blogs und Netzwerken!
Bisher keine Bewertungen
Am Zusammentreffen von Nordsee und Ostsee
Eine riesige Halbinsel entsteht