Große Skandinavien-Reise ab Kiel mit der AIDAnova, Skagen 13.05.26

Skagen ist Natur zwischen Nordsee und Ostsee. Mit herrlichem Strand, hübschen Häusern und viel Ruhe. Statt dem Zusammenfluss der beiden Meere, den wir schon kennen, flanieren wir bei herrlichem Sonnenschein durch eine bezaubernde Fußgängerzone.


Bilder folgen hier in Kürze

Große Skandinavien-Reise ab Kiel
AIDAnova 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

Auf Skagen haben wir uns besonders gefreut. Ist die nördlichste Stadt Dänemarks doch nahe an unserer absoluten dänischen Lieblings-Destination: den ausgedehnten Sandstränden an der Jammerbucht.

Dort haben wir immer wieder Ferienhäuser und Wohnmobil ausprobiert. Und waren in dem Rahmen auch öfter in Skagen und in Grenen, dem Zusammentreffen von Nordsee und Ostsee.

An der Spitze in Grenen

Grenen ist tatsächlich einen Besuch wert. Nun kennen wir das schon und werden deshalb heute nicht hinfahren. Aber ich will nicht versäumen, das zu beschreiben, denn das gehört sicherlich zu den spannendsten Zielen von Skagen aus.

Der Weg vom Schiff wäre allerdings zu Fuß etwas zu weit, es sind rund 6 Kilometer.

Vor Ort ist ein großer Parkplatz. Von diesem Parkplatz geht man durch Dünen zunächst an großen Bunkeranlagen vorbei, die, wie man unschwer vermuten kann, noch aus dem Zweiten Weltkrieg stammen.

Von dort ist es dann ein Marsch am Strand entlang bis zu einer Spitze. An dieser Spitze fließen Nordsee und Ostsee zusammen. Oft ist dabei das Meer recht wild, was das Ganze sehr eindrücklich macht. Und nicht selten liegen dort Robben mit ihren Babys. Das ist auch sehr ansehnlich.
Es stehen dort überall Schilder, dass man sich diesen Robben nicht so sehr nähern soll, um sie nicht zu stören. Leider haben wir verschiedentlich beobachtet, dass Menschen dumm sind und das ignorieren und immer wieder die Robben so ins Meer gejagt haben.

Wann immer wir hier waren, war viel los, das ist ein echter Anziehungspunkt. Außer natürlich bei sehr schlechtem Wetter, dann waren wir fast alleine.
Der Weg am Strand entlang ist gar nicht so einfach, man geht bis zur Spitze rund 20 Minuten. Das ist natürlich nicht für jeden geeignet. Deshalb gibt es auch Trecker, auf deren Anhängern man sitzen kann und sich so näher heranbringen lassen kann.

Meerrettich-Inflation

Also, das ist unbedingt einen Ausflug wert, da wir das aber schon mehrfach gemacht haben, machen wir das heute nicht. Heute machen wir etwas viel näher Liegendes, und das im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich einen Bummel durch die Stadt.

Vorher gibt es natürlich wie immer Frühstück im Casa Nova. Alle Plätze an den Fenstern sind besetzt, aber wir finden im Innenbereich wieder einen sehr schönen Tisch. Wie immer sind die Kellner ausgesprochen umsichtig und freundlich und unser Essen extrem lecker. Ich bestelle jetzt immer doppelt Meerrettich, denn das mag ich so auf dem Lachs. Heute meint es der Koch besonders gut und gibt dreifach Meerrettich raus. Das ist schon eine Herausforderung für die Nebenhöhlen, aber ich liebe es.

Die übliche Kaffee-Durchlaufzeit verbringen wir natürlich in der Kabine und lesen oder schreiben Reiseberichte.

Bevor es losgeht drehen wir noch eine Runde über Deck. So haben wir einen schönen Blick über das kleine Städtchen vor uns, können auch weit ins Land hinein gucken, sehen schöne Strände und können zugleich auf Ostsee und Nordsee schauen.

Durch die bezaubernde Fußgängerzone

Um 13 Uhr machen wir uns dann auf den Weg. Das ist wieder schön antizyklisch, denn uns kommen schon Horden von Menschen entgegen, die zurück auf das Schiff wollen. Damit hoffen wir, dass es in der Stadt nicht ganz so voll ist. Naja, das ist relativ.

Der Weg vom Schiff durch den Hafen bis zum Rathaus am Anfang der Fußgängerzone beträgt rund 15 Minuten und ist somit problemlos zu bewältigen. Selbst ältere Menschen mit Rollator kommen uns entgegen, die diesen Weg auf sich genommen haben.

Die Fußgängerzone von Skagen ist wirklich bezaubernd. Überall finden wir die gelb gestrichenen Häuser, in vielen sind Boutiquen, Cafés oder auch Restaurants.
Wer schon einmal in Dänemark war, findet das in vielen Ferienorten wieder.

Da uns heute überhaupt nichts drängt, nehmen wir uns Zeit von Boutique zu Boutique zu schlendern und so einmal die gesamte Fußgängerzone mit Seitenwegen zu erkunden. Tatsächlich waren wir nur ein einziges Mal hier in der City, damals bei strömenden Regen, da haben wir nur einen Teil erwandert und dann keine Lust mehr gehabt. Bei Regen macht das einfach keinen Spaß. Heute ist es ganz anders, wir haben strahlende Sonne bei 9°C. Da ist es auch gar kein Problem, sich mal auf eine Bank zu setzen und die Sonne zu genießen.

Bonbons statt Schuhe

Allerdings musste die beste Ehefrau von allen eine Enttäuschung wegstecken. Als wir zuletzt in Skagen waren, gab es direkt am Hafen eine kleine Boutique von Ilse Jacobsen. Über diese Firma hatten wir vor Jahren einen Bericht im Fernsehen gesehen und hier hat die beste Ehefrau von allen damals dann auch richtig schöne Schuhe und eine Jacke gefunden. Aus irgendeinem Grund wollte sie das heute wiederholen, und nun stellt sich heraus: Die Boutique ist geschlossen. Die Firmengründerin selber ist inzwischen verstorben und die Erben haben viele Boutiquen geschlossen, um sich mehr auf den Online-Handel zu konzentrieren.

So erstehen wir heute keine Schuhe, keinen Mantel, sondern in einer Bonbon-Manufaktur schauen wir uns an, wie Bonbons geformt werden und nehmen dann natürlich auch einige mit. Also mit „einige“ meine ich nicht einige Bonbons, sondern einige Tüten.

Das ist ein richtig schöner Bummel durch eine wirklich schöne Stadt und wir kommen zufrieden nach über zwei Stunden zurück zum Schiff.

Nougat-Erdbeeren in der Lounge

Eigentlich hätten wir gerne noch ein Softeis gegessen, aber es waren doch so viele Kreuzfahrer in der Stadt, dass in den Eisdielen lange Schlangen entstanden sind. Deshalb haben wir uns nun zurück in die Lounge geschlagen, wo wir wieder kleine leckere Teilchen vorfinden. Während die beste Ehefrau von allen eher kleine Törtchen mag, finde ich hier besonders fiese Schoko-Croissants, die ich unbedingt noch mit der hier rumstehenden Nuss-Nougat-Creme anreichern muss.

Aber nicht schlimm, für das Abendessen haben wir heute recht spät reserviert, bis dahin ist das wieder verdaut.

Pünktlich um 18 Uhr laufen wir aus. Wir hatten uns ausgemalt, dass wir dabei noch einen schönen Blick auf das kleine Städtchen haben können, leider schauen wir vor allen Dingen auf weiße Silos. Zunächst stoßen wir uns seitlich von der Pier ab, dann fährt der Kapitän den ganzen Weg aus dem Hafen rückwärts heraus. Draußen vor dem Hafen dreht er dann um über 200 Grad. Dabei können wir noch einmal in der Ferne Grenen sehen.

Zunächst geht es dann aber nicht südlich, obwohl wir dort hin müssen, dort liegt dann Kopenhagen, sondern erst einmal östlich, raus aus der Bucht hier.
Wir schauen uns das eine ganze Weile an, bis uns dann doch zu kalt wird.

Um 19 Uhr sind wir dann bei der Show. Tatsächlich konnten wir jetzt jeden Abend eine Show sehen. Heute ist es „AIDA Stars – Shine“, die Vorstellung des Ensembles. Normalerweise wird dies am ersten Abend gegeben. Aus irgendeinem Grund ist das heute.

Englische Tänzerinnen

Das ist schon ein riesen Unterschied, dieses große beeindruckende Ensemble im Vergleich mit den kleineren Schiffen. Hier sind es 18 Künstlerinnen und Künstler, die auf der Bühne stehen. Dabei acht Tänzerinnen (Tänzer gibt es keine) 6. Sängerinnen und Sänger, zwei Gymnastinnen und zwei Akrobaten.

Der Trend der letzten Jahre, den ich schon ein paar Mal seit Beginn des Ukraine-Krieges beschrieben habe, setzt sich auch hier fort. Allein von den Tänzerinnen kommen sechs aus England, nur eine aus der Ukraine. In der Vergangenheit kamen fast alle aus osteuropäischen Staaten.

Wir sind ja gerade bei der Akrobatik von AIDA einiges gewohnt, sie bemühen sich von jeher schon um Qualität. Dabei ist das, was man auf dem Schiff vorführen kann, sicherlich begrenzt. Die beiden Akrobaten am Seil beeindrucken uns dann doch. Und auch die Gymnastinnen schaffen es, ihr gesamtes Programm synchron vorzuführen. Das ist schon ganz hohe Kunst und gefällt uns sehr viel besser, als immer die gleichen Übungen am Seidenschal oder die Verrenkungen, die einige Akrobaten auf anderen Schiffen zeigen und die uns selbst nahezu körperlich weh tun.

Churrascaria ist nicht Buffalo

Um 20:15 Uhr haben wir dann im Churrascaria Steakhouse reserviert. Das Rinder-Filet und besonders das Bison Topp Butt Cap ist von ausgezeichneter Qualität und wir lieben diese Grill-Aromen und das zarte Fleisch.

Ansonsten darf man das Churrascaria Steakhouse aber nicht mit dem Buffalo Steakhouse vergleichen. Das Buffalo Steakhouse gibt es auf allen kleineren Schiffen und wir merken heute noch einmal, dass wir das mehr lieben als das Churrascaria. Während es beim Churrascaria Steakhouse wahlweise das Fleisch auch vom Spieß gibt (Rodizio), ist die Auswahl im Buffalo Steakhouse deutlich größer. Dort hat man die Möglichkeit, zu seinem Fleisch bis zu drei Zutaten inklusive zu wählen. Das gibt es im Churrascaria nicht, hier gehören gebackene Kartoffel oder Süßkartoffel-Pommes, sowie Kräuterbutter fest dazu. Weitere Zutaten gibt es nur in begrenzter Auswahl und gegen Aufpreis. Auch die Brötchen vorweg mögen wir im Buffalo Steakhaus lieber, dort sind es richtige Speckbrötchen.

Natürlich die Fleischqualität entscheidend und die ist wirklich hervorragend.

Zum Abschluss gehen wir noch einen Moment in die Lounge. Ein bisschen spekulieren wir hier auf einen leckeren Nachtisch, denn da haben wir im Steakhaus nichts für uns gefunden. In der Lounge ist die Auswahl heute allerdings auch nicht so groß, und so stoßen wir noch einmal zum Abschluss des Abends mit einem Rosé-Sekt an.

So richtig lockt uns nichts in die Kabine, dann natürlich ist im Brauhaus wieder Party und damit quasi mitten in unserer Kabine. Heute ist das Thema Oktoberfest, letztlich können wir aber bei dem jeden Abend knallenden Bässen keinen wirklichen Unterschied feststellen.

Die nächste Etappe sind 280 Kilometer bis nach Kopenhagen.

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Ich glaub, mich knutscht ein Elch
Ein toller Marsch durch Kopenhagen