Große Skandinavien-Reise ab Kiel mit der AIDAnova, Haugesund 21.05.26

Immer mal zieht Nebel durch Haugesund und wechselt sich mit Sonnenschein ab. Wir gehen in der Zeit zu einem digitalen Wikinger-Museum und lernen interaktiv viel über die Wikinger-Zeit. Ob es dazu einen Shuttle gibt, ist zunächst unklar, aber Gehen ist ja auch gesünder. Am Ende führt noch einmal ein Glücksrad in den Shop.


Bilder folgen hier in Kürze

Große Skandinavien-Reise ab Kiel
AIDAnova 2026

  • Tag 1: Kommt noch: Ort und Titel mit Link ab hier
  • Tag 2:

In der Nacht sind wir Richtung Süden gefahren, um heute Morgen in Haugesund anzukommen.
Dabei sind wir jetzt sogar schon südlich von Bergen, so etwa mittig zwischen Bergen und Stavanger. Ein sicheres Zeichen, dass es langsam zurückgeht. Wie schade.

Nebel in Haugesund

Gegen 8 Uhr beginnt das Typhon zu hupen. Das liegt daran, dass wir hier an den Inseln vor Haugesund in ein Nebelgebiet fahren.

Tatsächlich ist es so, aus dem Fenster sehen wir nichts außer dichtem Nebel. Erst als wir beim Essen im Casa Nova Restaurant sitzen, sieht man schemenhaft Inseln durch den Nebel.

Da wir erst um 10 Uhr in Haugesund erwartet werden, ist um diese Zeit beim Frühstück noch nichts los, heute ist die Spitze sogar erst gegen 9:20 Uhr. Für uns gut, die Kellner haben unendlich Zeit, wir haben unser Essen in Lichtgeschwindigkeit und genießen es in aller Ruhe.

Die Kaffee-Durchlaufzeit verbringen wir wieder in der Kabine mit Lesen und mit Reisebericht Schreiben.

Veraltete Reiseberichte und der Shuttle

Haugesund liegt am Karmsund, einer Meeresstraße zwischen der Insel Karmøy und dem norwegischen Festland. Haugesund selbst erstreckt sich über das Festland und mehrere Inseln.

Der Hafen, an dem wir jetzt liegen, ist auf so einer Insel. Und um vom Hafen in die Innenstadt zu kommen, muss eine hohe Brücke überquert werden, die Risøy bru über den Smedasundet.

Nun sind Reiseberichte, in denen wir uns gerne vorab informieren, nicht immer zuverlässig, besonders wenn sie älter sind. Wir haben einen von einem gewissen Schulz auf Kreuzfahrt gefunden, aus dem Jahre 2019, der darüber berichtet, dass die Innenstadt zwar zu Fuß erreichbar ist, aber es einfacher mit einem kostenlosen Shuttlebus geht.

Völlig veraltet, vor dem Schiff sehen wir nur Hop-on-Hop-off-Busse und so eine kleine Rundbahn, die wir in Norddeutschland als Bäderbahn bezeichnen.
Da kann man mal sehen, dass man sich auf alte Berichte nicht verlassen kann.
Bis wir uns zu Fuß auf den Weg machen und von so einem Shuttle-Bus überholt werden.

Also gibt es die kostenlosen Shuttle-Busse in die Stadt immer noch. Klar, dass wir die sowieso nicht nehmen wollten, denn Bewegung tut gut. Und was ist schon eine 10.000 Kilometer hohe Brücke für Menschen mit natürlicher Höhenskepsis.

Über die Brücke in die Stadt

Jedenfalls verlassen wir gegen 13 Uhr das Schiff und gehen so zu Fuß in die Stadt. Der Weg über die Brücke dauert ungefähr 20 Minuten, ist also machbar. Auch für jede Menge Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren, die uns überholen. Nein umgekehrt, die wir überholen.

Man könnte hier sehr schön durch die längste Fußgängerzone Norwegens bummeln, das ist heute aber nicht unser Ziel.

Unterwegs haben wir von der Brücke über den Smedasundet noch einen schönen Blick auf die Häuser am Ufer. Im Moment allerdings komplett im Nebel.

Im digitalen Wikinger-Museum

Unser Ziel heute ist The Viking Planet, ein kleines digitales Museum. Wir betreten einen kleinen Verkaufsraum für Wikinger-Devotionalien, und können direkt an der Kasse ein Ticket für das Museum bekommen. Zum gleichen Preis, wie das vorher auch bei AIDA zu buchen war. Im Augenblick ist aber das Lesegerät defekt, macht aber gar nichts, wir dürfen erst ins Museum gehen und nachher noch einmal versuchen zu bezahlen.

Das Museum besteht hauptsächlich aus Bildschirmen, deshalb ist es ja auch ein digitales Museum.

Im ersten Bereich wird ein Film gezeigt. Dazu stehen hier Sitzreihen mit mehreren Terminals, an denen Kopfhörer hängen und an dem viele verschiedene Sprachen auszuwählen sind. Der Film dauert vielleicht 10 bis 15 Minuten und informiert einmal grundlegend über Wikinger Wirklichkeit und Mythos.

Weiter geht es dahinter an fünf hintereinander geschalteten Bildschirmen, die einen zeitstrahl abbilden und man über verschiedene Jahreszahlen die Geschichte der Wikinger anwählen kann. Fünf weitere Bildschirme bieten dasselbe für die Kriege der Wikinger.

Hier halten wir uns am längsten auf, und die interaktiven Bildschirme sind wirklich gut gemacht, so dass man nur einen groben Überblick bekommen kann oder auch detaillierter in die Geschichte, in Kriegstechniken oder in Schlachten einsteigen kann.

In einem weiteren Raum kann man sich dann ebenfalls interaktiv an einem Bildschirm weiter mit dem Leben der Wikinger beschäftigen, sich Häuser aus verschiedenen Perspektiven angucken oder auch Schiffe.

Wer möchte, kann dann noch ein Selfie vor einer grünen Wand machen und sich damit selbst digital zum Wikinger machen.

Das alles ist nicht groß, aber gut gemacht, und man kann sich hier problemlos eine Stunde, oder wie wir sogar anderthalb Stunden aufhalten. Bezahlen klappt dann am Ende auch noch, für einen Preis von 23 Euro ist das für norwegische Verhältnisse ok.

Sonne und gruseliger Nebel wechseln sich ab

Als wir das Museum verlassen, ist schönster Sonnenschein bei 12°C. Die Sonne hat den Nebel offensichtlich verdrängt. Wir gehen den gleichen Weg zurück, jetzt können wir von der Brücke auch die Häuser am Ufer des Smedasundet doch gut erkennen. Das ist ein schönes Bild, das Ufer mit den mehrstöckigen Holzhäusern.

Zurück an Bord haben wir uns jetzt einen Kaffee und natürlich auch noch eine Kleinigkeit an Kuchen in der Lounge verdient.

Von hier können wir beobachten, wie zwischendurch wieder Nebel aufzieht. Man kann richtig sehen, wie der Nebel vom Meer her über die Inseln zieht. So deutlich haben wir das noch nie gesehen und fühlen uns erinnert an einen Film, den es in unserer Kindheit gab: „The Fog – Nebel des Grauens“.
In kürzester Zeit ist alles wieder in dichten Nebel gehüllt. Und verschwindet genauso schnell wieder. Die Sonne setzt sich wieder durch.

Ein bisschen können wir noch gut eingehüllt auf dem Balkon sitzen.

Und noch eine Glücksrad-Aktion

Abendbrot gibt es heute im Fuego Restaurant, wir wollen noch einmal einen Burger essen, mehr brauchen wir nicht.
Danach noch ein kleines Glas zum Anstoßen in der Lounge, dann wollen wir eigentlich in die Kabine. Aber wir werden erinnert, dass heute wieder eine Glücksrad-Aktion ist. Bei der erdrehen wir einen 10%-Gutschein für den Shop.
Was gar nicht so einfach ist, denn die Aktion ist beliebt und es hat sich eine lange Schlange vor dem Glücksrad gebildet.

Aber uns ist eingefallen, dass wir noch Guthaben auf dem Bordkonto haben, unter anderem von dem in Bergen stornierten Ausflug. Das muss natürlich ausgegeben werden.

Die letzte Etappe sind 965 Kilometer bis nach Kiel. Morgen ist aber erst einmal Seetag.

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