Große Skandinavien-Reise ab Kiel mit der AIDAnova, Ostsee 22.05.26
Morgens können wir nicht über die Reling hinausschauen, doch dann reißt der Nebel auf und im strahlenden Sonnenschein droht uns auf dem Balkon Sonnenbrand. Wir genießen das lange und haben Zeit, auf Hygiene und Digitalisierung zu schauen. Statt Restaurant wird heute gesnackt.
Bilder folgen hier in Kürze
Große Skandinavien-Reise ab Kiel
AIDAnova 2026
Der letzte ganze Tag der Reise bricht an. Und der beginnt so traurig, wie wir uns fühlen: wir haben den Nebel aus Haugesund mitgebracht. Ein Gang auf den Balkon zeigt: undurchdringlicher Nebel direkt vor der Reling.
Das Frühstück ist gut wie immer. Zu unserer Zeit um 8:30 Uhr ist kaum ein Mensch hier. Wir genießen es in Ruhe und es ist wie immer lecker.
Der Nebel reißt auf
Der Vormittag gehört natürlich der Kabine. Das ist gar nicht so einfach, auf dem Balkon bei dem dichten Nebel ist es kühl.
Aber dick eingemummelt halten wir das aus. Die Luft ist einfach frisch und herrlich.
Gegen 12:30 Uhr weicht dann der Nebel zurück und die Sonne setzt sich durch. Das ist das, worauf wir schon auf dem Hinweg gehofft hatten. Wir fahren jetzt Richtung Süden und deshalb scheint die Sonne auf unseren Balkon, und wird das auch den ganzen Nachmittag tun, da wir nun nach Westen schauen.
Und die Sonne ist herrlich. Nachdem in Deutschland die ganze Tage regnerisches Wetter war, ist es nun herrlich, hier die volle Sonne zu genießen, die Wärme, die Helligkeit. So kann man es aushalten und so kann sich eine Reise anständig verabschieden.
Nachdem jetzt der Nebel aufgerissen ist, sehen wir neben uns auch Schiffe. Das sind die Schiffe, die vor Skagen auf Reede liegen. Das bedeutet wir haben jetzt die Nordspitze Dänemarks wieder umrundet. Ja, eine schöne Erinnerung, es war schön in Skagen.
Nun auf dem Balkon haben wir Zeit zum Lesen und Schreiben. Und wie immer am letzten Seetag, wenn viel Zeit ist, die Frage: was gibt es noch zu berichten? Was habe ich noch nicht erwähnt?
Gesteigerte Hygiene-Vorschriften
Ein wichtiger Punkt ist die Hygiene. Es müssen hier infektiöse Vorkommnisse gewesen sein. Denn anders ist es nicht zu erklären, warum hier auf die Hygiene so viel mehr Wert gelegt wird als wir das sonst kennen. So etwas haben wir auf unseren Fahrten nur ganz selten erlebt.
Dazu gehört, dass an den Eingängen aller Restaurants Mitarbeiter stehen, die noch einmal Desinfektionsmittel auf die Hände sprühen. Bei den Buffet-Restaurants ist das sogar so, dass die Gäste vorher noch einmal zum Händewaschen gebeten werden. Das wird nicht ganz konsequent durchgezogen, aber wir sehen es immer wieder.
Weiter ist es so, dass es in den Buffet-Restaurants keine Besteck-Ständer gibt. Die Besteck-Ständer von AIDA sind ja bekannt, und mancher soll sich in der Vergangenheit schon in den einen oder anderen Koffer verirrt haben.
Hier gibt es nun keine, das liegt aber nicht an den Besteck-Ständer-Dieben, sondern an der Hygiene. Hier ist es nun so, dass an jedem Platz in Servietten eingewickeltes Besteck liegt. Nachschub ist dann bei den Kellnern zu bekommen. In manchen Restaurants wie dem Fuego Restaurant, ist es sogar noch weniger, da liegt gar kein Besteck bereit, sondern man muss zu einem Kellner gehen, der nur zu diesem Zweck bereit steht, und sich eine Besteck-Ausstattung geben lassen.
Tatsächlich ist zu erwarten, dass so die Rate an Magen-Darm-Infektionen reduziert wird, die sonst ein ganzes Schiff lahmlegen kann. Trotzdem reicht das nicht immer, denn wir sehen selbst, wie Menschen am Buffet das bereit liegende Besteck ignorieren und sich lieber mit der Hand etwas greifen.
Schwerfällige Digitalisierung
Ein anderer berichtswerter Punkt ist noch die „AIDA heute“, Das tägliche Tagesprogramm hing früher an jeder Kabinentür. Seit einer ganzen Zeit versucht AIDA, das auf digital umzustellen. Etwas, das ich ausdrücklich begrüße, denn je mehr über das Bordportal abgewickelt wird, desto weniger Papier muss gedruckt werden.
Allerdings ist hier durchaus noch Verbesserungsbedarf, denn wenn man schon digital arbeitet, könnte man das Ganze noch perfektionieren, indem nicht einfach nur die gedruckte Ausgabe als PDF hochgeladen wird, sondern das interaktiv gestaltet wird, z. B. mit direktem Link zu den beworbenen Tagesaktionen.
Jedenfalls ist es so, dass für alle, die das digital nicht hinbekommen, die „AIDA heute“ noch einmal ausgedruckt mitgenommen werden kann. Diese liegt an mehreren Punkten aus. Zum Beispiel in der Lounge, oder vor dem Studio X.
Gestern hatte ich ja von der Glücksrad-Aktion berichtet. Dieses war vor dem Shop vor der Art Galerie aufgebaut. Hinter der Art Galerie liegen nur noch das Studio X und die Art Bar. Dadurch ist dieses keine Durchgangsstraße. Und trotzdem haben wir beobachtet, wie viele Leute hier extra zum Studio X gegangen sind, um sich ein solch ausgedrucktes Exemplar der „AIDA heute“ zu holen.
Kinder und Kabine
Ein Wort noch zur Gäste-Zusammensetzung. Die war in diesen beiden Wochen sehr unterschiedlich, ich hatte schon erklärt, dass in der letzten Woche in einigen Bundesländern Ferien waren, wodurch mehr Schulkinder an Bord fahren.
Jetzt ist es so, dass junge Paare mit oder ohne Kinder dominieren. Die Kinder sind dabei unter Schulalter. Ich schätze, dass zwei Drittel der Gäste unter 30 sind, entweder als Familie oder als Freundeskreis. Senioren, die traditionell Nordrouten und Ostsee dominieren, sind hier somit in der Minderheit. Was sicherlich auch daran liegt, dass diese großen Schiffe ideal für Familien sind.
So hatte ich berichtet, dass in der vergangenen Woche 1.600 Kinder an Bord waren. In dieser Woche sind es mangels Ferien 800 Kinder. In der kommenden Woche sind wieder Ferien, dann werden es über 1.700 Kinder sein.
Zur Kabine hatte ich ja schon einiges geschrieben. Positiv ist zur vermerken, dass wir den Wintergarten intensiv genutzt haben, und auch die Minibar nicht verachtet haben. Unser Kabinensteward war sehr zuverlässig und freundlich und hat unsere Kabinen gut sauber gehalten.
Negativ ist weiter die Lage genau über dem Brauhaus. Jede Nacht werden wir bis 23:30 Uhr wach gehalten durch die lauten Bässe dort. Damit ist diese Kabine besonders geeignet für Leute, die abends eh noch Party machen. Für alle anderen müsste sie als eingeschränkte Kabine gekennzeichnet sein.
Vom Nebel in den Sonnenschein
Der Wetterwechsel je weiter wir nach Süden kommen ist schon unglaublich. Erst der komplette Nebel, dass man nicht über das Schiff hinaussehen kann, dann immer mehr Sonne bis hin zum wolkenlosen strahlenden Sonnenschein. Und abends dann ein herrlicher Sonnenuntergang.
Das alles genießen wir auf dem Balkon. Und das ist so schön
Snack statt Restaurant
Natürlich gehen wir zwischendurch auch mal essen. Wie der geneigte Leser es kennt, gibt es natürlich nichts zum Mittag, das Frühstück reicht lange. Aber zum Kaffeetrinken setzen wir uns wieder ganz gemütlich in die Lounge. Und können natürlich den Kleinigkeiten dort nicht widerstehen.
Zum Abendbrot hatten wir ursprünglich für heute im Churrascaria Steakhouse reserviert. Aber ich hatte ja schon vor ein paar Tagen berichtet, wie sich das Churrascaria vom Buffalo Steakhouse unterscheidet, und so lecker und hochwertig das Fleisch ist, so sehr fehlt uns dann doch die große Auswahl an Beilagen, die Vorspeise zu Zweit, all das, was wir am Buffalo so lieben. Deshalb haben wir heute Morgen unsere Reservierung wieder storniert.
Das Gourmet-Restaurant Rossini wäre noch eine Alternative. Aber in dieser Woche gab es kein Menü, das uns besonders angezogen hätte. Das war letzte Woche anders und wir sind froh, das dann auch ausgenutzt zu haben.
Vielleicht waren es dann auch zum Kaffeetrinken ein bisschen viel Kleinigkeiten, so dass uns abends gar nicht mehr noch groß nach Essen gehen ist. Stattdessen gehen wir zur Streetfood-Snack-Bar und holen uns dort erstmals auf dieser Reise einen Döner. Der ist nicht schlecht. Und danach testen wir in der Eisbar noch einmal das Spaghetti-Eis, auch das erste Mal auf dieser Reise. Doch, das schmeckt uns alles gut und das reicht heute völlig aus. Zum Abschluss stoßen wir dann noch einmal in der Lounge an auf diesen schönen Urlaub.
Morgen sind wir dann in Kiel.
ÜBERSCHRIFT BILDER FOLGT
GALERIE FOLGT
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